Zebra-Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Foto: Zoo Heidelberg / Heidrun Knigge

Foto: Zoo Heidelberg / Heidrun Knigge

Am 18. April kam im Zoo Heidelberg ein gesundes Zebra zur Welt. Mutter der kleinen Stute „Akari“ ist Damara-Zebra „Kijana“, die seit März 2011 im Zoo Heidelberg lebt und sich liebevoll um ihren zweiten Nachwuchs kümmert. Vater ist der Hengst „Ngoro“.

In übermütigen Bocksprüngen springt und galoppiert das Zebrafohlen mit dem wuscheligen Mähnenschopf durchs Gehege und bleibt dabei jedoch immer in der Nähe seiner Mutter. Bei der Geburt wiegt ein Zebra etwa 30 Kilo. Direkt nach der Geburt werden die Fohlen ausgiebig von ihrer Mutter beleckt. Dieses Verhalten festigt die Bindung zwischen Mutter und Jungtier; auch halten in den ersten Lebenstagen Zebra-Mütter ihre Fohlen von der Gruppe fern, um sie ganz auf sich zu prägen. Solange sich ihrem Nachwuchs niemand nähert, bleiben die Stuten gelassen. Notfalls würden sie aber alle weiteren Sozialpartner, selbst den stärkeren Hengst, mit Zähnen und Hufen vertreiben. Erst nach etwa einem Jahr trennt sich der Nachwuchs von seiner Mutter und geht eigene Wege.

Zebra-Jungtiere haben im Gegensatz zu ihren Eltern ein eher bräunliches und flauschig dickes Fell, das erst nach einigen Wochen in das markante Weiß mit schwarzen Streifen wechselt. Auch die für Zebras typische kurze, aufrecht stehende Mähne ist bei den Fohlen noch kreuz und quer zerwühlt, so auch bei „Akari“, die mit einer besonders eindrucksvollen „Punk-Mähne“ ausgestattet ist.
Damara-Zebras sind eine Unterart des in Ost- und Südafrika weit verbreiteten Steppenzebras und leben als Einzelgänger, in Junggesellengruppen oder in Familienverbänden in den offenen Landschaften Afrikas. Sie unterscheiden sich von anderen Unterarten wie dem Böhm-Zebra Ostafrikas durch die schwachen oder gar nicht gestreiften Beine und die breiten Streifen mit deutlichen braunen Schattenstreifen zwischen dem üblichen schwarz-weißen Muster. Zebras ließen sich nicht domestizieren und züchten wie zum Beispiel Hauspferde oder Esel. Sie waren immer zu eigenwillig und wild. Als Nutztiere haben sie von daher nie einen nennenswerten Einsatz erfahren.
Ihr Streifenmuster war schon immer Anlass für Erklärungsversuche und Spekulationen. So wird beispielsweise vermutet, die Streifen könnten im hohen Gras oder bei heißer, flimmernder Luft als geschickte Tarnung wirken und damit für das Überleben der Zebras eine wichtige Rolle spielen. Bei Luftflimmern sind die Umrisse der einzelnen Tiere nicht mehr erkennbar. Richtig ist, dass die Streifen als Erkennungsmerkmal der einzelnen Tiere dienen. Wie der Fingerabdruck beim Menschen, verfügt jedes Zebra über eine einzigartige Fellzeichnung.

Quelle: PM Zoo Heidelberg