Zebrahengst im Bergzoo Halle erlöst

Schweren Herzens haben sich die Tierärzte des Bergzoos Halle gestern dazu entschlossen, einen der drei Bergzebrahengste zu erlösen. Dieser hatte einen handballgroßen Tumor im Innenbereich eines Hinterbeines, der in den letzten Wochen stark wuchs und dem Tier dabei erhebliche Schmerzen bereitete.

Eine Operation kam leider nicht in Frage, da die dabei entstehende, große Wundfläche nicht hätte zugenäht werden können. Die Wunde hätte also „offen“ ausheilen müssen, was in diesem Bereich aufgrund der hohen Spannungen beim Laufen des Tieres nur schwer möglich wäre. Zudem bestände eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Wunde infiziert und dem Tier weitere unnötige Qualen bereitet. Die notwendigen Wundbehandlungen hätten über einen mehrwöchigen Zeitraum täglich durchgeführt werden müssen. Da dies bei Wildtieren leider nur unter Vollnarkose möglich ist, schied diese Option aufgrund der damit verbundenen Belastung und des Narkoserisikos aus. Nach Erörterung aller Möglichkeiten mit den zuständigen Amtstierärzten und Spezialisten aus anderen Zoos, sowie den verantwortlichen Tierpflegern, entschied sich die Zooleitung das Tier von seinem Leiden zu erlösen. Da das Zebra an keinen übertragbaren Krankheiten gelitten hat, wurde beschlossen, das Fleisch im Sinne einer natürlichen Verwertung an die Großkatzen des Zoos zu verfüttern.

Quelle: PM Bergzoo Halle

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