Zoo Basel: Betagter Schimpansenmann Eros gestorben

Zoonews NewsDer betagte Schimpansenmann Eros ist am 10. November im Zoo Basel im hohen Alter von 52 Jahren verstorben. Eros lebte seit 1969 in Basel. In diesen 45 Jahren hat er als Chef der Schimpansenfamilie, als imponierende Persönlichkeit und als freundlicher Patriarch Basler Schimpansengeschichte geschrieben.

Sein Alter war Eros schon lange anzusehen und in den letzten Jahren war er deutlich ruhiger geworden. Seine Imponierauftritte setzte er nur noch selten ein. In seinen letzten Tagen mochte Eros gar nicht mehr aufstehen. Die Monate zuvor erlebte Eros nochmals einen zweiten Frühling. Im Herbst 2013 erkundete er zum ersten Mal die neuen Aussenanlagen. Schnell schloss er Freundschaft mit den am 5. September 2013 neu eingetroffenen Schimpansinnen Fifi (20) und Kitoko (20) aus Leipzig.

Eros kam 1969 aus dem Zoo Seeteufel in Studen nach Basel. Legendär sind seine früheren Imponierauftritte. Er hatte, wie es für Schimpansenmänner typisch ist, ein kaum zu bändigendes Temperament. Der wohl aufregendste Tag im Leben von Eros war der 25. November 1987. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände konnten die Schimpansen das Affenhaus und einige sogar den Zolli verlassen. Eros vergnügte sich längere Zeit auf einem Neubau im Bachlettenquartier damit, Ziegel vom Dach zu werfen. Er wurde mit dem Blasrohr narkotisiert und ins Affenhaus zurückgebracht.

Eros wird wohl in die Annalen der Basler Menschenaffengeschichte eingehen. Nicht nur als freundlicher Patriarch und schillernde Schimpansenpersönlichkeit, sondern auch als überaus erfolgreicher Vater von 32 Kindern mit vielen Enkeln, Urenkeln und sogar schon einigen Ur-Ur-Enkeln.

In Zukunft werden mehrere Männchen das Schimpansen-Territorium im Zoo Basel verteidigen: Der 2013 aus Osnabrück eingetrtoffene Kume (10) und die beiden Söhne von Eros, Colebe (8) und Fahamu (5). Ausser den Dreien leben heute die Schimpansinnen Jacky (46), Xindra (38), Benga (34), Garissa (4), Fifi (20), Kitoko (20) und die beiden Jungen von diesem Jahr Lazima und Laini im Zoo Basel.

Quelle: PM Zoo Basel