Zoo Basel blickt auf 2016 zurück

Foto: Zoo Basel

Der Zoo Basel kann einmal mehr auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen Höhepunkten zurückblicken. Ein absolutes Highlight war 2016 natürlich die Geburt von Nuru, dem kleinen Okapi-Bullen. Es gab aber noch unzählige weitere Höhepunkte. Ein Jahresrückblick in sechs Kapiteln und 18 Bildern.

Im Jahr 2016 hat der Zoo Basel erfreulicherweise wiederum viele Zuchterfolge feiern können. Bereits ein Publikumsliebling ist der kleine Okapi-Bulle Nuru, der am
1. Oktober zur Welt gekommen ist. Es war dies die erste Okapi-Geburt im Zolli seit elf Jahren. Die Zucht der Okapis hat im Zoo Basel Tradition. 26 Geburten fanden bis heute statt. Ebenfalls im Oktober zur Welt gekommen ist das Flusspferd-Weibchen Nayuma. Nachwuchs gab es im Zoo Basel zudem unter anderem bei den Klammeraffen, Zebras, Kängurus, Bisons, Rentieren und Mufflons.

Das Jahr 2016 hat dem Zoo Basel auch mehrere neue Tiere beschert. So ist am 22. März die Nashorn-Kuh Saar aus dem Zoo Amersfoort (Holland) im Zolli eingetroffen. Es war dies erst das zweite Mal, dass der Zoo Basel eine Panzernashorn-Zuchtkuh für die eigene Zucht importierte. Das letzte Mal war dies 1952 mit Joymothi der Fall, welche später als Mutter des weltweit ersten zoogeborenen Panzernashorns Rudra Schlagzeilen machte. Neue Tiere im Zoo Basel gab es unter anderem auch bei den Muntjaks, den Rappenantilopen und den Kleinen Kudus, bei denen eines der beiden neuen Tiere im Oktober bereits ein kleines Böckchen zur Welt brachte.

Neues hat das Jahr 2016 auch im Vivarium des Zoo Basel gebracht. So sind seit Anfang Juli neu Atlantische Lachse ausgestellt. Die Tiere stammen aus dem sogenannten Besatzprogramm zur Wiederansiedlung des Lachses im Rhein. Der Zoo Basel unterstützt zudem während zwei Jahren ein Lachs-Forschungsprojekt der Universität Basel. Dieses hat zum Ziel, das Genom der heute in der Schweiz eingesetzten Lachse aufzuschlüsseln. Neu im Vivarium zu sehen sind unter anderem auch eine Geierschildkröte sowie Laternen- und Teufelsfische. Im November sind zudem erstmals Schwarzschwanz-Antennenrochen zur Welt gekommen – eine kleine Sensation.

Im Jahr 2016 ist auch das Projekt Ozeanium des Zoo Basel weiter gediehen. Im Februar wurde die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans gestartet. Zudem wurde im Pavillon auf dem Weg zum Afrikahaus eine Ausstellung organisiert und ein Patronatskomitee unter dem Präsidium von alt Regierungsrat Jörg Schild gegründet. Im Hinblick auf das Ozeanium ist der Zoo Basel im Mai ausserdem eine Partnerschaft mit der Fondation Prince Albert II de Monaco eingegangen, die im Oktober in einem gemeinsamen Gala- und Benefizanlass mit über 200 geladenen Gästen im Zolli-Restaurant gipfelte. Dabei bekundete S.A.S. Prince Albert II de Monaco grosses Interesse am geplanten Ozeanium auf dem Areal der Basler Heuwaage.

Auch 2016 spielten sich im Zoo Basel wieder viele besondere Tier-Geschichten ab. Zu ganz und gar ungewöhnlichen Szenen kam es im Juli im Vogelhaus. Ein Brillenvogel-Weibchen half bei der Aufzucht junger Sumbawa-Drosseln und brachte eifrig Futter ans Nest. Selbst als die kleinen Drosseln ausgeflogen waren, brachte der Brillenvogel immer noch fleissig Futter. Ein solches Verhalten wurde im Zolli zuvor noch nie beobachtet. Aus der Natur sind Beispiele solcher Nachbarschaftshilfe unter Vögeln zwar bekannt, doch auch hier ist ein solches Verhalten aussergewöhnlich. Spezielle Tier-Geschichten erzählen die Zootierärzte auch im Buch „Das Okapi hat Husten“, das im November im Christoph Merian Verlag erschienen ist.

Speziell war das Zolli-Jahr 2016 nicht zuletzt auch auf der administrativen Ebene. Per
1. Juli 2016 respektive 1. Januar 2017 wurden die Eintritts- sowie die Abonnementspreise angepasst. Gleichzeitig wurde ein freiwilliger Naturschutzfranken eingeführt, der seither zusammen mit dem Eintrittsticket bezahlt werden kann und einem Fonds für Naturschutzprojekte zugeführt wird. Von den Besucherinnen und Besuchern wurden der Naturschutzfranken und die neuen Preise erfreulicherweise gut aufgenommen. Zuspruch erhielt der Zoo Basel auch von der Vereinigung für eine Starke Region Basel/Nordwestschweiz, die im September ihren diesjährigen Anerkennungspreis dem Zolli überreichte.

Quelle: PM Zoo Basel