Zoo Basel: Leadspende von 30 Millionen Franken für das Ozeanium

Foto: Zoo Basel

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Kraftvoller Schub für das Projekt Ozeanium: Eine Leadspende von 30 Millionen Franken unterstützt das vom Zoo Basel geplante Zentrum für Umweltbildung. „Wir sind in der Mittelbeschaffung den entscheidenden Schritt nach vorne gekommen“, sagte Martin Lenz, Verwaltungsratspräsident vom Zoo Basel. Der Spender will gegenüber der Öffentlichkeit anonym bleiben; seine Identität ist nur einem sehr kleinen Kreis im Zoo bekannt. Der Zoo Basel wird sowohl die Finanzierung wie den Betrieb des Ozeaniums subventionsfrei realisieren.

Das Ozeanium ist in erster Linie ein Bildungsprojekt. Es unterstehe dem gleichen anspruchsvollen wissenschaftlichen Bildungskonzept wie der Zoo auch, umriss Martin Lenz die Vorgaben des Verwaltungsrates ans Projekt. „Und“, wiederholte er ein schon früher gemachtes Versprechen, „wir werden keinen Rappen staatlicher Unterstützung für den Bau und den Unterhalt des Ozeaniums beanspruchen.“

„Eine Vision wird konkreter“
Die nun dem Zoo garantierte Leadspende von 30 Millionen Franken unterstützt und verknüpft die beiden Bestrebungen, ein Bildungsprojekt zu realisieren und dafür keine staatliche Unterstützung für Bau und Unterhalt in Anspruch zu nehmen. Gerade das klare Konzept der Ausrichtung auf Naturschutz und Nachhaltigkeit statt auf Kommerz und Rummel hatte den Spender zur Unterstützung des Ozeaniums überzeugt. Den Wunsch des Spenders, anonym zu bleiben, wollen Martin Lenz und seine wenigen Mitwisser respektieren. „Gegenüber der Öffentlichkeit kann ich garantieren, dass der Spender absolut seriös ist und dass uns das Geld vertraglich zugesichert ist“. Dank der grosszügigen Leadspende stehen den Projektverantwortlichen nun sechs bis sieben Jahre vor der Eröffnung – unter Berücksichtigung der bereits investierten Eigenmittel – insgesamt rund 40 Millionen Franken zweckgebunden zur Verfügung.

„Eine Vision wird konkreter: nun können wir das Projekt Ozeanium planerisch und inhaltlich mit vollem Elan weiter vorantreiben“, umschrieb der wohlgelaunte Zoo-Direktor Olivier Pagan die neue Situation. Der Stand der Vorarbeiten sei inhaltlich, konzeptionell und baulich erfreulich weit. Bald wird der Grosse Rat über den mit den Behörden erarbeiteten Bebauungsplan befinden. Gleichzeitig werden die Projektverantwortlichen mit gestärkter Zuversicht die laufenden Gespräche mit Stiftungen, Mäzenen und Fonds vertiefen, um einen noch grösseren Anteil an der Gesamtfinanzierung sicherzustellen.

Zoo und Ozeanium unterliegen gleicher Leitidee
Die Spendensuche fürs Grossprojekt Ozeanium geschieht insbesondere auch ausserhalb der Grossregion Basel. „Denn für den Betrieb und den Unterhalt des Zoologischen Gartens sind wir nach wie vor auf die Unterstützung von Menschen, Firmen und Gewerbe aus der Region Basel und Umgebung angewiesen“, erläuterte Pagan mit dem Hinweis auf wichtige anstehende Zolli-Projekte wie das Vogelhaus, den Anlagenkomplex für Seelöwen, sowie den Sautergarten. Zoo- und Ozeanium stehen in keinerlei Hinsicht in einem Konkurrenzverhältnis: Das Ozeanium ist als zusätzliche Themenanlage des Zoos konzipiert und eine perfekte Ergänzung zum Vivarium. Olivier Pagan: „Es steckt die gleiche Leitidee der Erholung und Bildung dahinter.“

Bereits jetzt wird hinter den Kulissen des Vivariums im Zoo Basel für das Ozeanium geforscht. In „Quallenkreiseln“ werden verschiede Methoden der Quallenzucht erprobt und eine Korallen-Zuchtanlage ist in Planung.

Quelle: PM Zoo Basel