Zoo Basel: Nachwuchs bei den Brillenpinguinen

Foto: Zoo Basel

Trotzdem dürfen sich die Besucher im Zoo Basel an Pinguinnachwuchs erfreuen: bei den Brillenpinguinen sind fünf Junge zu sehen. Das erste ist am 24. August geschlüpft, das letzte am 3. Oktober. Noch rund zehn Tage werden die Brillenpinguin-Küken von diesem Jahr bei ihren Eltern sein. Danach werden sie vorübergehend getrennt und hinter den Kulissen vom Tierpflegepersonal betreut. Dort müssen sie selbständig lernen zu fressen. Die meisten Jungen würden sonst ihr Futter einfach weiterhin bei den Eltern erbetteln.

Brillenpinguine leben an den Küsten des südlichen Afrikas und brüten auf kleinen, küstennahen Inseln oder auf dem Festland. Für ihre Eier graben sie flache Vertiefungen oder legen sie in mit Holzstücken und Federn ausgepolsterte Höhlen. Mit drei Monaten mausern sich die Jungen von ihrem Daunenkleid zum Alterskleid. Im Gegensatz zu den Königs- und Eselspinguinen mögen Brillenpinguine – wie es ihr Lebensraum in der Wildbahn vermuten lässt – es eher warm und brauchen im Zoo im Sommer kein gekühltes Innengehege. Im Zoo Basel sind sie in der Nähe der Schneeleoparden- und der Nashornanlage zu finden.

Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt
Die Brillenpinguine werden von der IUCN (International Union for the Conservation of Nature) auf der Roten Liste als stark gefährdet eingestuft. In den letzten Jahren ist die Population stark zurückgegangen. Der Grund liegt insbesondere darin, dass die Fische nicht mehr so nah entlang der Küste ziehen. Die Pinguine müssen zum Jagen längere Wege zurücklegen. Das führt dazu, dass sie es nicht schaffen, in drei Monaten die Jungen hoch zu füttern, bevor sie selber in die Mauser kommen und dann nicht mehr ins Meer gehen können. Die Jungen verhungern neben ihren Eltern, die mausern. Der Zoo Basel unterstützt ein Projekt (SANCCOB), in welchem hungernde Küken von den Inseln geholt, aufgepäppelt und wieder in die Kolonie entlassen werden. Im selben Projekt werden Pinguine mit GPS-Sendern ausgestattet, um ihre Lebensweise zu erforschen. In Zoos wird die Nachzucht in einem EAZA ex situ Erhaltungszuchtprogram (EEP) koordiniert.

Mit der Eröffnung der erweiterten Pinguinanlage beim Vivarium darf im Spätsommer gerechnet werden. Dann werden wieder Königs- und Eselspinguine einziehen und im Winter das Publikum mit ihrem Spaziergang erfreuen.

Quelle: PM Zoo Basel

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