Zoo Basel: Nachwuchs bei den Geparden

Foto: Zoo Basel

Am 18. Juli sind im Zoo Basel zwei Geparde zur Welt gekommen. Für Mutter Novi ist es das erste Mal, dass sie Junge aufzieht. Opuwo und Onysha haben die ersten Wochen mit ihrer Mutter Novi (5) hinter den Kulissen verbracht. Nun ist die kleine Familie auf die Etoschaanlage gezogen.

Am 6. Oktober stand im Zoo Basel ein Umzug an. In einer Kiste und per Handwagen wurden Gepardenmutter Novi und ihre Jungen zur Etoschaanlage gefahren. Zuvor lebte die Familie auf der Zuchtanlage, die sich hinter den Kulissen befindet. Geparden-Mütter mit Neugeborenen fühlen sich in der Wildbahn schnell gestört und bringen ihre Jungen in immer neue Verstecke. Im Zoo Basel kommen Junge Geparde deshalb meistens fern der Besucheraugen zur Welt und wechseln erst nach einigen Wochen bis Monaten auf die Etoschaanlage. Dort dürfen die Kleinen nun seit dieser Woche die Aussenanlage erkunden.

Heikel bei der Partnerwahl
Vater Gazembe (11) lebt zurzeit in einem Gehege hinter den Kulissen. Geparde sind Einzelgänger und nur während der Paarungszeit tolerieren sie die Nähe eines Partners. Damit sie sich paaren, wird im Zoo einiger Aufwand betrieben. In mehreren Gehegen hinter den Kulissen leben Männchen und Weibchen abwechslungsweise. Die Duftspuren sollen sie zur späteren Paarung animieren. Zeigt ein Gepardenweibchen Interesse am Kater, muss der Pfleger die beiden sofort zusammen lassen und hoffen, dass der Funke springt. Bisher hatte der Zoo Basel mit dieser Strategie Erfolg. Bis heute sind im Zoo Basel 29 Jungtiere geboren. 1936 kamen erstmals Geparde in den Zoo Basel. Die erste erfolgreiche Nachzucht stellte sich aber erst 1993 ein. Nach wie vor ist die Zucht von Geparden eine Herausforderung für Zoologische Garten.

Zoo Basel unterstützt Schutzprojekt
Geparde werden auf der roten Liste der IUCN als „gefährdet“ aufgeführt. 2008 lebten nach einer Schätzung der IUCN nur noch 7500 Geparde in ganz Afrika. Seither ist ihre Zahl auf geschätzte 5000 zurückgegangen. Seit 2013 unterstützt der Zoo Basel die Big Life Foundation in Kenia – ein erfolgreiches Schutzprojekt für Raubtiere im Amboseli-Schutzgebiet. Seit Beginn des Projektes hat der Bestand an Geparden dort wieder zugenommen. Auch Zuchtprogramme in Zoos sind erfolgreich. Trotzdem ist die Nachzucht von Geparden in Menschenobhut immer noch ein seltenes Ereignis. Von den über 100 Geparden-Haltern des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) gab es dieses Jahr nur in rund zehn Zoos Nachwuchs.

Quelle: PM Zoo Basel

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