Zoo Basel: Späte Mutterschaft bei den Schimpansen

In der Nacht von Weihnachten auf den 26. Dezember hat Schimpansen-Weibchen Xindra aus dem Zoo Basel ein weibliches Junges geboren. Mit 42 Jahren ist Xindra eine bereits ältere aber dafür routinierte Mutter. Die kleine Obuasi war bei der Geburt eher ein Leichtgewicht.

Xindra gehört mit ihren 42 Jahren zu den zehn ältesten Schimpansenweibchen, die in Zoos je Nachwuchs hatten (der Rekord liegt bei 49 Jahren). Dass sie noch einmal Mutter wird, hatte man im Zoo Basel nicht unbedingt erwartet. Ihre Tochter Obuasi ist ihr siebter Nachwuchs. Bei der Geburt war Obuasi zwar etwas kleiner als üblich, aber recht kräftig. Sehr bald trank sie regelmässig bei ihrer Mutter.

Gut behütet
Xindra ist eine sehr führsorgliche Mutter, die ihre Jungen sehr behütet. Für ihren im Jahr 2008 geborenen Sohn Fahamu ist es daher gut, dass er nochmals ein Geschwister bekommen hat. Nun kann sich seine Mutter definitiv nicht mehr so viel mit ihm beschäftigen und er muss lernen, selbständig zu werden. Alle Mitglieder der Schimpansengruppe waren sehr interessiert an Obuasi. Xindra gibt sich noch zurückhaltend und hält ihre Artgenossen auf Abstand. Oft sitzen aber mehrere Schimpansen zusammen, mittendrin Xindra, und groomen sich gegenseitig. Dann schafft es der eine oder andere zwischendurch doch einmal, das Kleine ganz unauffällig zu berühren. Wer Obuasis Vater ist, wird noch genetisch überprüft. Wahrscheinlicher Kandidat ist Kume. Kume ist es auch, den Xindra konsequent von ihrem Jungen fernhält.

Wichtig für das Zuchtprogramm
Obuasi ist nach einem Ort in Ghana benannt. Sie ist das dritte Schimpansenjunge, das im Jahr 2017 im Zoo Basel zur Welt kam. Bis sie so selbständig ist, dass sie mit den anderen Jungen spielen kann, wird es noch rund ein Jahr dauern. Die Geburt von Obuasi ist wichtig für das Zuchtprogramm (EEP). Viele Schimpansen in den europäischen Zoos sind schon recht betagt. Will man die Populationsgrösse erhalten, ist daher Nachwuchs gefragt. In Basel sind in den letzten drei Jahren vier Jungtiere aufgewachsen: Lazima (2014), Ozouri (2017), Obaye (2017) und Obuasi.

Quelle: PM Zoo Basel

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