Zoo Basel: Um- und Neubau des Vogelhauses geplant

Foto: Zoo Basel

Das Vogelhaus im Zoo Basel wird saniert und mit Neubauten ergänzt. Das Haus steht neu unter dem Thema „Evolution“. Das Gesamtprojekt umfasst ausserdem eine thematisch eigenständige Anlage für Zwergotter sowie eine Erweiterung der Pelikananlage. Die ersten Arbeiten am 20 Millionen Projekt starten, sobald die Finanzierung weitgehend gesichert ist. Mit der Eröffnung der Gesamtanlage wird frühestens 2021 gerechnet.

Das Vogelhaus im Zoo Basel ist über 90 Jahre alt. Nun soll es saniert und mit Volieren und einem neuen Vogelhaus ergänzt werden. Im neuen Vogelhaus sollen die Besucherinnen und Besucher in eine Welt der Vogelstimmen, Farben- und Formenvielfalt und in eine üppige Pflanzenwelt eintauchen. Anhand der gezeigten Arten und Lebensräume werden beispielhaft die Prinzipien der Evolution erklärt. Ausserdem sollen die Besucher auf die teilweise stark bedrohten Bestände und Lebensräume in der Natur aufmerksam werden. Im tropisch anmutenden Raum kann das Publikum die „Juwelen der Lüfte“ erleben. Neben einer Vielfalt an blühenden Pflanzen werden verschiedene farbenprächtige Vogelarten wie Tangaren und Organisten und Schmetterlinge gezeigt. Tangaren und Organisten stammen aus Südamerika und sind aussergewöhnlich farbenprächtig. In Zoos sind sie selten zu sehen.

Überwinterungsstation für Vögel
Bereits begonnen hat der Bau der „Vogelstation Schutzmatte“ im für das Publikum nicht zugänglichen Teil des Zoos in Binningen. Das dort entstehende Glashaus hat einen beheizten, einen geschlossenen unbeheizten und einen offenen Teil. Alle drei Bereiche können durch Trennwände weiter unterteilt werden. Die Vogelstation Schutzmatte kann für die Unterbringung verschiedener Tierarten, als Überwinterungsstation von frostempfindlichen Arten oder zur Separation von Jungvögeln dienen. In der Umbauphase des Vogelhauses dient sie als provisorisches Zuhause der Vogelhausbewohner.

Sanierung und Ergänzung mit Neubauten
Das Vogelhaus wurde 1927 eröffnet. Zusammen mit dem kurze Zeit später eröffneten Restaurant prägen die beiden Bauten des Architekten Heinrich Flügel seit Jahrzehnten die nördliche Hangkante des Zolli. Heute, gut 90 Jahre später, wird das Haus saniert und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Die äussere Erscheinung bleibt weitgehend erhalten. Der Boden in der als offenen Flugraum genutzten Halle wird abgesenkt und bepflanzt. Damit vergrössert sich der Bewegungsraum für die Tiere und eine vielfältige Bepflanzung wird möglich. Dank einer Erweiterung der Dachverglasungen kann viel Licht ins Gebäude fallen. Breite Treppen führen die Besucher auf zwei Plattformen, wo die bunte, pfeifende und singende Vogelschar auf Augenhöhe beim Fliegen beobachtet werden kann. Auf der Rückseite des Gebäudes entstehen für Besucher nicht zugängliche Zuchträume mit grossen Oberlichtern. Die das Haus umfassenden Aussenvolieren werden vergrössert und zwischen Vogelhaus und Restaurant wird ein neues Vogelhaus gebaut. Die heutige Ibis-Voliere wird vergrössert und wird neu für die Besucher begehbar. Bewohnt wird sie durch einen grossen Schwarm Wellensittiche.

Das Delta – ein neues Besuchererlebnis
Unterhalb des Vogelhauses spazieren Besucher durch den Lebensraum Flussdelta. Die Rosa-Pelikane erhalten mit der Erweiterung des Geheges mehr Sonnenplätze und weitere Rückzugsorte, um Nachwuchs aufzuziehen. Die asiatischen Zwergotter, deren Spieltrieb zu stundenlangem Beobachten verleitet, lassen sich auf Liegeplätzen auf den Felsen auch im Winter gut beobachten.

Baustart von Finanzierung abhängig
Die Kosten der Gesamtanlage belaufen sich auf rund 20 Millionen Franken. Davon sind bis jetzt CHF 4.1 Millionen vorhanden bzw. fest zugesagt. Zurzeit finden Gespräche mit potentiellen Geldgebern, Stiftungen und Mäzenen statt. Mit den Bauarbeiten wird erst gestartet, sobald die Finanzierung weitgehend gesichert ist. Mit der Eröffnung der Gesamtanlage rechnet der Zoo Basel frühestens 2021.

Quelle: PM Zoo Basel