Zoo Basel: Weiterer Planungsschritt für das Ozeanium-Projekt

Foto: Zoo Basel

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Der Zoo Basel plant auf dem Areal der Heuwaage das Grossaquarium „Ozeanium“ und übernimmt Infrastrukturkosten auf der Bauparzelle von rund 4,2 Millionen Franken. Kantonsbaumeister Beat Aeberhard dazu: „Wir freuen uns über die Bestrebungen das Gebiet Heuwaage städtebaulich aufzuwerten.“ Ab sofort wird die öffentliche Planauflage des Bebauungsplans durchgeführt. Zolli-Direktor Oliver Pagan: „Es ist toll zu spüren, dass der Kanton Basel-Stadt unsere Vision unterstützt und eine zügige Umsetzung des Bebauungsplans anstrebt.“ Die Finanzierung des Projektes ist auf gutem Wege: Zur Spende von 30 Millionen Franken vom letzten Jahr, ist ein Legat von 10 Millionen Franken eingegangen.

Basel. – Mit dem Projekt Ozeanium will der Zoo Basel auf der Heuwaage ein Zentrum für Umweltbildung erstellen, das die Menschen für Naturschutz und Nachhaltigkeit sensibilisiert. Die geschätzten Kosten von 100 Millionen Franken werden durch Spenden gedeckt. 30 Millionen Franken wurden bereits 2015 zugesichert. Erfreulicherweise ist Ende 2015 ein Legat von weiteren 10 Millionen Franken eingegangen. Verwaltungsratspräsident Martin Lenz: „Wir sind sehr dankbar für dieses grosszügige Legat. Namen werden wir keine nennen, die Person, welche den Zoo Basel in ihrem Testament berücksichtigt hat, wollte ungenannt bleiben.“

Zoo-Direktor Olivier Pagan betonte an der gemeinsamen Medienkonferenz mit dem Kanton Basel-Stadt nochmals: „Weder für den Bau noch für den Betrieb werden wir finanzielle Unterstützung durch den Kanton beanspruchen, diese Leistungen werden vom Zoo Basel erbracht.“ Der Zoo hatte 2012 in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton einen Projektwettbewerb durchgeführt und seither das daraus resultierende Siegerprojekt „Seacliff“ von Boltshauser Architekten, Zürich, weiterentwickelt. Das daraus resultierende Vorprojekt diente als Basis für den nun vorliegenden Bebauungsplan.

Aufwertung eines „urbanen Unortes“
Die Heuwaage – oft bezeichnet als „urbaner Unort“ – ist schon lange Gegenstand öffentlicher Planung. „Das Ozeanium ist ein qualitativ hochstehendes Projekt, welches im Gebiet Heuwaage eine attraktive öffentliche Nutzung möglich macht“, sagte Kantonsbaumeister Beat Aeberhard an der Medienkonferenz. Und er unterstrich: „Es unterstützt die von der Regierung angestrebte Aufwertung dieses Gebietes ideal.“ Als Voraussetzung für die vom Kanton angestrebte Aufwertung durch eine öffentliche Nutzung sind Anpassungen an der Allmend notwendig (Verlegung Tramgleise, Umbau Knoten Heuwaage zu einem Kreisel). Diese Anpassungen erfolgen sinnvollerweise abgestimmt auf die Baupläne des Zoos. Sie bringen Mehrwert für alle Verkehrsteilnehmer – für Fussgänger, Velo-, Tram- und Autofahrerinnen und –fahrer.

Aufwertung der Allmend-Infrastruktur
Anfallende Kosten, beispielsweise Umlegungen von Leitungen auf der Bauparzelle, welche für den Bau des Ozeaniums nötig sind, werden vom Zoo übernommen. Die Kosten dafür werden auf etwas mehr als vier Millionen Franken geschätzt. Der Zolli-Direktor Olivier Pagan dazu: „Wir übernehmen jene Kosten, die das Baufeld direkt betreffen und dazu dienen, das Areal überhaupt bebauungsfähig zu machen.“ Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung halten fest, dass weder für den Bau noch für den Betrieb des Ozeaniums staatliche Gelder nötig sind.

Quelle: PM Zoo Basel