Zoo Basel: Wilde Wasserspiele bei den Javaneraffen

Foto: Zoo Basel

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Javaneraffen schwimmen gekonnt und tauchen gerne nach Leckerbissen. Gerade wenn es sehr heiss ist, plantschen jüngere Tiere im Zoo Basel auch einfach aus Freude ausgelassen im Wasser herum. Die drei neugeborenen Javaneraffen sind auf Mutters Rücken ebenfalls beim Badespass dabei.

Javaneraffen gehören zu den wenigen Affenarten, die sehr gut schwimmen und tauchen. Im Zoo Basel lässt sich beobachten, dass ihnen das Plantschen im Wasser offensichtlich Spass macht. Lautes Geschrei begleitet dann ihre wilden Wasserspiele. In der warmen Jahreszeit erhalten die Javaneraffen deshalb ihr Futter nicht nur an Land, sondern auch im Wasser. Die drei Neugeborenen vom 29. Juni, 13. und 27. Juli sind ebenfalls beim Badespass dabei, noch aber auf dem Rücken ihrer Mütter.

Mahlzeit im Wasser
In Basel wird im Sommer zum Abkühlen ab und zu „Affenglace“ serviert. Dies sind in Wasser eingefrorene Gemüse, Früchte und Kerne. Eine besonders begehrte Wassermahlzeit sind aber Rosinen. Diese sinken ab und sind nur mit ausgiebigen Tauchgängen aus dem Wasser zu fischen. Den auf der Oberfläche treibenden Erdnüssen schwimmen die Javaneraffen hinterher oder sie spurten durch den Teich und greifen im Vorbeirennen nach den Leckerbissen. Das feuchtfröhliche Spektakel hat seinen Grund in der Ernährungsweise dieser Affen: Als sogenannte Generalisten sind sie in der Lage, alle möglichen Nahrungsräume zu nutzen – Tiere, die am Meer leben, suchen auch im Wasser nach Nahrung.

Reichhaltiger Menuplan
Im Zoo erhalten die Javaneraffen regelmässig Meeresfrüchte und Fisch, um die sonst vor allem aus Gemüse bestehende Nahrung zu ergänzen. Dies entspricht dem Nahrungsspektrum in der Natur. Die von den südostasiatischen Inseln stammenden Affen werden auf Englisch auch „crab-eating macaques“ genannt. Das reiche Angebot der Küsten mit Krabben, Schnecken, Muscheln und auch Fischen ist diesen Affen ebenso zugänglich wie eine breite Palette von Früchten, Samen und Kleintieren der Wald- und Buschgebiete im Hinterland.

Als Generalisten haben Javaneraffen einen angeborenen Drang, alle möglichen Nahrungsquellen laufend zu erforschen. Aus der Natur ist bekannt, dass sie zum Öffnen von hartschaligen Beutetieren Steine als Werkzeug benutzen. Die Neugier, mit der sie bei der Haltung in Menschenobhut auf unterschiedliche Futterangebote reagieren, macht sie bei den Besuchern besonders beliebt.

Die Gruppe im Zoo Basel besteht momentan aus 34 Tieren plus drei Neugeborenen. Die Weibchen sind in acht Familien organisiert, die jeweils eng zusammenhalten. Die Männchen haben eine eigene Hierarchie und streiten sich ab und zu um den obersten Rang.

Quelle: PM Zoo Basel