Zoo Basel: Zuwachs bei den Kleinen Kudus

Foto: Zoo Basel

Foto: Zoo Basel

Im Juli kamen zwei Kleine Kudus aus dem Zoo Dvur Kralove (CZ) nach Basel. Nach einer einmonatigen Quarantäne konnten sie die Anlage und die anderen Tiere der Gruppe kennenlernen. Vor ein paar Tagen waren sie zum ersten Mal gemeinsam auf der Anlage.

Kleine Kudus sind selten geworden. Ihr Ursprungsgebiet ist Ost-Afrika und reicht von Tansania bis hoch nach Eritrea. Allerdings sind die Bestände bedroht durch Wilderei, Lebensraumverlust und Jagd. Auch in Zoos sind Kleine Kudus selten zu sehen. Laut ZIMS, der weltweiten Datenbank der internationalen Zoogemeinde, leben in Europa 30 männliche und 46 weibliche Kleine Kudus in nur 14 Zoos. In Amerika halten 17 Zoos diese Tierart (37 männliche und 26 weibliche). Diese Zahlen zeigen eindrücklich, dass die Zucht in wissenschaftlich geleiteten Zoos immer wichtiger wird, zumal auch die Wildbestände zurückgehen und die Kleinen Kudus auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten bereits als potentiell gefährdet aufgeführt sind.

Gruppe umfasst jetzt sechs Tiere
Um die Zucht im Zoo Basel wieder anzukurbeln (das letzte Jungtier wurde 2012 geboren), wurde 2015 ein nicht verwandter Bock aus Amerika (Kansas) importiert. Da die verbliebenen Kühe im Zoo Basel bis auf ein Tier schon ein Alter erreicht haben, in dem sie nicht mehr fortpflanzungsfähig sind, wurden nun zwei junge Weibchen geholt. Somit umfasst die Gruppe nun sechs Tiere (ein Männchen, fünf Weibchen).

Kleine Kudus sind sehr schreckhafte Antilopen. Sie bevorzugen als Lebensraum die Buschsavanne Afrikas und suchen hinter Gebüschen Schutz. Aus diesem Grund befinden sich auch auf den Anlagen rund um das Antilopenhaus immer wieder ‚Büsche‘ und andere Rückzugsmöglichkeiten. Die Kleinen Kudus bewegen sich deshalb sehr entspannt auf ihrer Anlage wie auch auf der Anlage der Giraffen. Die Ausgeglichenheit der „alten“ Gruppe hat denn auch dafür gesorgt, dass die Integration der beiden neuen Kühe problemlos verlief. Untereinander sind Kleine Kudus sehr sozial. Sie leben in Gruppen von vier bis zehn Kühen, und ein Bock begleitet sie. Im Zoo Basel heisst es nun Geduld zu haben und zu schauen, ob die neuen Kühe wie auch der Bock helfen, die langjährige Zucht wieder zu aktivieren. Das Antilopenhaus gehört zu den ältesten Gebäuden im Zoo Basel, eröffnet wurde es 1910.

Quelle: PM Zoo Basel