Zoo Basel: Zwergziegen haben Idenifikations-Chips erhalten

Foto: Zoo Basel

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Im Kinderzolli haben sieben Zwergziegen eine „ID“ in Form eines reiskorngrossen Idenifikations-Chips erhalten. Der Chip ist ein nützliches Hilfsmittel, um sie voneinander zu unterscheiden. Ob Löwen, Schneeleoparden, Somali-Wildesel oder Rappentantilopen, im Zoo Basel erhalten viele Tiere einen solchen Mikrochip. Die auf dem Chip gespeicherte individuelle Nummer macht jedes Tier ein Leben lang unverwechselbar.

Der Zootierarzt applizierte den reiskorngrossen Chip mit einer Einwegspritze oberhalb des Schulterblattes unter die Haut der Ziege. Wie die meisten Tiere reagierten sie höchstens beim Einstich ein wenig. Nur die beiden im März geborenen Zwergziegen „Lavani“ und „Laki“ gaben meckernd zum Ausdruck, dass sie von der Prozedur nicht so begeistert sind. Beim Chippen halfen diesmal zwei Kinder mit. Die beiden elf und zwölfjährigen Mädchen arbeiten regelmässig im Kinderzoo und dürfen als erfahrene Helferinnen den Tierarzt bei dieser Arbeit begleiten. Ihre Aufgabe war es, die Zwergziegen beim Platzieren des Chips ruhig und entspannt zu halten.

Der Chip (auch Transponder genannt) enthält einen fünfzehnstelligen Code. Mit einem kleinen, mobilen Lesegerät kann dieser abgelesen und das Tier so identifiziert werden. Gerade für den Tierarzt ist es wichtig, Daten wie Geburtsdatum, Herkunft, Nachkommen oder frühere medizinische Behandlungen zu kennen. Dass man die einzelnen Tiere einer Art unterscheiden kann, ist auch Voraussetzung für die europäischen oder weltweiten Erhaltungszuchtprogramme, mit welchen die Zoos die genetische Vielfalt ihrer Populationen sicherstellen.

Im Zoo Basel werden die Individuen sehr vieler Tierarten mit einem Mikrochip versehen. Idealerweise platziert man den Chip bereits beim ganz jungen Tier, denn bei einem erwachsenen Löwen, Schneeleoparden oder einer Rappenantilope wäre dies ohne Narkose nicht mehr möglich. Nach den Zwergziegen war diesmal ein Graumull an der Reihe. Für ihn und andere Kleintiere wie etwa Rüsselspringer gibt es neu winzige Transponder von wenigen Millimetern Grösse (1×9 mm).