Zoo Berlin

Zebrahaus im Zoo Berlin - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Zebrahaus im Zoo Berlin – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Der Zoo Berlin ist die artenreichste und wichtigste zoologische Einrichtung Deutschlands und der einzige weltbekannte deutsche Zoo.
Gegründet wurde er bereits im Jahre 1841 von König Friedrich Wilhelm IV. auf Bestreben von Alexander von Humboldt. Nach einer dreijährigen Bauphase konnte man 1844 als neunter Zoo in Deutschland eröffnen. Von Anfang an war die Leitung sehr ambitioniert, baute große Tierhäuser, die teilweise heute noch erhalten oder originalgetreu wieder aufgebaut worden sind, und im Jahre 1888 konnte man schon einen ähnlich artenreichen Tierbestand aufweisen wie der renommierte Zoo von London. Nach dem Ersten Weltkrieg änderte man das Konzept von der Menagerie hin zu den Freianlagen in Stile von Carl Hagenbeck.
Der Zweite Weltkrieg und das große Ausmaß an Zerstörung in Berlin zu seinem Ende hin wäre auch dem, in der Stadt gelegenen, Zoo Berlin beinahe zum Verhängnis geworden. Fast alle der historischen Gebäude fielen den Bomben zum Opfer und von etwa 3.700 Tieren vor dem Krieg blieben nach dessen Ende nur 91(!) übrig. Das überlebende Flusspferd Knautschke wurde dann zu einem Symbol für den Wiederaufbau und Maskottchen des Zoos. Vor dem neuen Flusspferdhaus wurde ihm sogar ein Denkmal gesetzt.
Auch in der späteren Geschichte schafften es immer wieder einzelne Tiere zu Weltruhm, man denke nur an den letztlich tragisch verstorbenen Eisbären Knut.
Heute wird der Zoo zusammen mit dem Tierpark Berlin und dem Zoo-Aquarium Berlin als eine Gesellschaft betrieben. Da es Ziel der Stadt ist Tiergarten und Zoo zu erhalten, versucht man beide Einrichtungen so zu betreiben, dass sie sich ergänzen.
Der Zoo Berlin beherbergt heute auf etwa 34 Hektar über 5.000 Tiere in mehr als 500 Arten.

Tierische Veranstaltungen

Regelmäßige Schaufütterungen bei über 17 Tierarten geben den Besuchern einen guten Einblick in den Speiseplan der Tiere und themenbezogene Führungen können für Gruppen gegen Gebühr gebucht werden. Zudem werden dem Zoogast regelmäßige Veranstaltungen, wie etwa die Sonntagsführung, verschiedene Konzerte oder ein Kinder-Ferienprogrammm mit Rätselsafari geboten. Eine Zooschule und spezielle Führungen für Kitas und Kindergärten runden das Angebot ab.

 Tierische Stars

Zugang zum Erweiterungsgebiet des Zoo Berlin - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Zugang zum Erweiterungsgebiet des Zoo Berlin – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Der Zoo Berlin hat seinen Bekanntheitsgrad in der internationalen Zoolandschaft auch wegen der Haltung und Zucht selten gezeigter Arten. Da sich bei über über 500 verschiedenen Tierarten viele Raritäten finden, seien hier nur einige der Arten genannt, die im Zoo der Hauptstadt deutschlandweit exklusiv gehalten werden. Bei den Vögeln wären dies Aurora- und Wachtelastrild, der Braunbrust-Schilffink, die große Große Paradieswitwe, der Ceylon-Malaienkauz, der Chinabülbül, der Elsterstar, der Erdsteinschmätzer, die Fünffarbennonne, Gelb- und Weißbauchgirlitz, der Gelbnackenspecht, Gold-, Marmor- und Schnurrbartweber, die Grönlandbläßgans, der Indiensilberschnabel, den Kurzschnabelflamingo, das Kleinelsterchen, der Kupfernektarvogel, der Malaienuhu, die Sunda-Brahminenweih, der Mongolenstar, Rhinozeros- und Tariktikhornvogel, der Rotsteißarassari, die Scharlachbürzelkassike, der Schildwida, das Trauerpfäffchen, die Trompeterparadieskrähe, der Tropfenrötel, die Veilchenkappen-Fruchttaube und das Zwergtäubchen.
Deutschlandweit einzigartig unter den Säugetieren hält man den indischen Barasingha oder Zackenhirsch, das Chinesisches Wasserreh, die Vampirfledermaus, den afrikanischen Potto, den Roten Springaffen, den madagassischen Schmalstreifenmungo, das Weißbartpekari und das nordamerikanische Waldmurmeltier.
Aber auch Nutztierarten wie der Berliner Langlatschige Tümmler, die Deutsche schnabelkuppige Trommeltaube, das Deutsche Nönnchen, das Hornlose Yak, der Moderne Englische Kämpfer, die Schöneberger Streifige oder die Süddeutsche Blasse, sind nur im Zoo Berlin zu beobachten.

Tierisch nah dran

Im Flusspferdhaus bietet eine große Panoramascheibe die Möglichkeit, die mächtigen Tiere beim Schwimmen und Tauchen zu beobachten. Das Nachttierhaus, welches sich  im Untergeschoss des Raubtierhauses befindet, ermöglicht mit seinem gegenteiligen Tag-Nacht-Rhythmus Einblicke in das Leben nachtaktiver Tiere, wie etwa beim madagassischen Aye-Aye oder dem südafrikanischen Springhasen. Zudem gibt es zahlreiche begehbare Volieren, etwa für Wattvögel oder Reiher und einen großen Streichelzoo.

 

Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten: Link: Besucherinformationen