Zoo Dortmund: Neue Robbenanlage kann gebaut werden

Foto: Simon Pannock

Der Verwaltungsvorstand stellte heute vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die politischen Gremien die formalen Weichen für die Ausschreibung und Vergabe von Leistungen zur Realisierung des Neubaus der Robbenanlage im Zoo Dortmund.

„Dem Neubau der Robbenanlage kommt innerhalb des Zukunftskonzepts Zoo 2023 eine herausragende Bedeutung zu. Ich freue mich, dass die Robbenanlage als Zuschauermagnet des Dortmunder Zoos jetzt auf einen modernen Stand gebracht wird. Diese Vorfreude teile ich ganz sicher mit den vielen großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern unseres beliebten Zoos“, sagt Stadträtin Birgit Zoerner.

Die alte Anlage mit der bekannten Felswand, gelegen im Waldteil des Geländes, hat sich sehr gut bewährt, entspricht jedoch nicht dem heutigen Stand moderner Tierhaltung.

Das neue Zuhause der Seelöwen und Seebären soll ansprechend gestaltet werden. Die Anlage muss zudem energetisch optimiert werden. Darüber hinaus wird es ein umfangreiches zoopädagogisches Konzept inklusive der seit sechs Jahrzehnten sehr beliebten Schaufütterung geben.

Das alte Gehege für Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) wurde bereits 1955 eröffnet und 1969 um ein Seitenbecken erweitert. Bei den Seelöwen stellten sich bereits in den 60er Jahren die ersten Geburten und Aufzuchterfolge ein und machten den damals jungen Tierpark in der Fachwelt schnell bekannt.
Ab den 80er Jahren wurden zusätzlich Südamerikanische Seebären (Arctocephalus australis) mit den Seelöwen vergesellschaftet. Auch bei ihnen gab es schnell Nachwuchs.

Bis 2015 sind hier 37 Kalifornische Seelöwen und 41 Südamerikanische Seebären geboren worden.
„Damit nimmt der Zoo Dortmund eine Spitzenstellung ein. Wenn es heute möglich ist, Seelöwen und Seebären in vielen Tiergärten gut zu halten, so hat die Pionierarbeit des Dortmunder Zoos daran einen großen Anteil“, betont Zoerner.

Neben den Fragen der Fortpflanzung wurde hier tiergärtnerisch-akribisch an Aspekten der Tierbeschäftigung sowie des medizinischen Trainings gearbeitet. Zusätzlich wird auch das Europäische Zuchtbuch der Südamerikanischen Seebären hier geführt.

Robben oder Flossenfüßer (Pinnipedia) sind wasserlebende Säugetiere. Seelöwen und Seebären gehören zu den Ohrenrobben, da sie äußerlich sichtbare Ohrmuscheln haben. Ohrenrobben sind zudem recht beweglich und bringen den Oberkörper über den Rumpf.

Innerhalb der Ohrenrobben gehören die Seebären zu den Pelzrobben und die Seelöwen zu den Haarrobben, die sich durch die Dichte des Haarkleides unterscheiden. Wegen des Pelzes wurden früher viele dieser Wassersäugetiere erbarmungslos gejagt.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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