Zoo Dortmund: Pinguine schlüpfen nach und nach

Foto: Simon Pannock

Im Zoo Dortmund schlüpfen derzeit die Pinguine – aktuell sind es fünf Jungvögel, die die Tierpflegerinnen und -pfleger hinter den Kulissen beobachten. Weiterer Nachwuchs ist zu erwarten, denn einige Bruthöhlen sind noch voll. Sobald sie gelernt haben zu fressen und gesund sind, dürfen sie zu den „Großen“. Bislang sind die Baby-Pinguine daher leider kaum zu sehen. Die Brutzeit kann sich bis in den September ziehen.

Die Humboldtpinguine gehören mit ihrem aufrechten Gang und ihrer Schwarzweißfärbung zu den Lieblingen vieler Zoo-Besucherinnen und -Besucher. Humboldtpinguine leben in einer Einehe. Das Weibchen legt bis zu zwei Eier in ihre Bruthöhle, die die Handwerker des Dortmunder Zoos gebaut haben. Die Eier müssen 35 bis 40 Tage lang gewärmt werden. Pinguin-Jungvögel werden von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt und sind mit knapp vier Jahren selbst geschlechtsreif.

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Humboldtpinguins sind die Küstengebiete und küstennahen Inseln an der Pazifikküste von Chile und Peru. Sie bevorzugen kalte und fischreiche Gewässer und fressen auch Tintenfische, die sie in Tiefen von bis zu 20 Metern jagen. Dabei kann der Humboldtpinguin mehrere Minuten auf Tauchgang gehen. Mit ihren Flügeln, die zum Vortrieb unter Wasser eingesetzt werden, erreichen die Tiere Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h.

Benannt wurde der Humboldtpinguin nach dem deutschen Forscher Alexander von Humboldt, der das Tier vermutlich als einer der ersten Europäer beobachtet hat. Humboldtpinguine werden bis zu 70 Zentimeter groß und 3,5 bis 5 kg schwer. Die geselligen Tiere leben in zum Teil großen Kolonien. Gut als Humboldtpinguine zu erkennen sind sie an einem schwarzen Band unterhalb des weißen Kehlbandes – andere Pinguinarten sind anders gefärbt.

In freier Wildbahn leben nur noch wenige tausend Tiere, die Art ist akut vom Aussterben bedroht. In den Zoologischen Gärten Deutschlands gibt es einen größeren Bestand.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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