Zoo Dortmund: Pudu-Jungtier erblickt Licht der Welt

Foto: Zoo Dortmund/Tobias Müller

Ein wirklicher Zwerg, ein Pudu (Pudu pudu) erblickte am 3. Mai 2017 das Licht der Welt im Zoo Dortmund: Das Jungtier ist momentan höchstens so groß wie ein Hase, sein Geschlecht ist noch nicht bekannt.

Pudus zählen zu den kleinsten Hirschen der Welt. Ein erwachsener (Südlicher) Pudu erreicht eine Körperlänge von sechzig bis achtzig Zentimetern bei einer Schulterhöhe von zwanzig bis vierzig Zentimetern sowie eine Masse zwischen neun bis vierzehn Kilogramm.

Das Fell besteht aus grobem Deckhaar und weicher, dichter Unterwolle. Es weist eine rotbraune bis braune Grundfärbung auf. Die Rückenoberseite ist mehr rötlich braungefärbt, die Flanken mehr graubraun. Das Geweih hat eine Länge von nur rund acht Zentimetern und wird wie bei den großen Hirscharten jährlich abgeworfen und wieder neu aufgebaut. Der Südliche Pudu lebt als Einzelgänger.

Ursprünglich verbreitet ist er in den südlichen Anden im westlichen Patagonien. Die Zwerghirsche leben hier in Bergwäldern bis in Höhen von 3.200 Metern. Sie halten sich vorwiegend im Dickicht der Wälder oder in Bambuswäldern auf.

Pudus ernähren sich von herabgefallenen Früchten, Rinden, Gräsern, Farnen, Laub, Sämereien und Knospen. Ihren Wasserbedarf stillen sie hauptsächlich aus der Nahrung. So können sie auch längere Zeit ohne zu trinken auskommen.

Weibliche Pudus erreichen die Geschlechtsreife bereits mit rund sechs, Männchen mit etwa zwölf Monaten. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 205 bis 220 Tagen bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt, das man, wie bei Hirschen üblich, auch als Kitz bezeichnen kann. Das Kitz hat ein dichtes gelbbraunes Haarkleid und wiegt nur etwa ein Kilogramm. Gesäugt wird das Kleine nur zwei Monate lang. Dem Dortmunder Jungtier geht es soweit gut. Wenn es wärmer wird – vielleicht am kommenden Wochenende -, kann das kleine Kitz auf die Außenanlage gelassen werden. Bei einer Beobachtung ist aber Geduld erforderlich, da das Kleine ein Ablieger ist und sich versteckt, manchmal folgt es aber auch der Mutter.

Die Dortmunder Pudus leben in einer Wohngemeinschaft mit den Großen Ameisenbären am Tamanduahaus. Beide Arten ignorieren sich aber geflissentlich.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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