Zoo Dortmund trauert um Angolagiraffe Himba

Vor 20 Jahren wurde Angolagiraffe Himba als Nachzucht der aus Namibia stammenden Elterntiere Etosha und Ovambo im Dortmunder Zoo geboren. Seit zehn Tagen litt die Giraffe an einer Passagestörung des Verdauungstraktes und wurde in dieser Zeit täglich behandelt. Sowohl die Diagnostik, als auch die Behandlung von Verdauungsstörungen, wie zum Beispiel einer Verstopfungskolik, stellen bei den kreislaufempfindlichen Giraffen eine große tierärztliche Herausforderung dar, da die zur Untersuchung erforderliche Sedation bzw. Narkose stets ein hohes Gesundheitsrisiko bedingen. Aufwändige operative Eingriffe sind daher bei erwachsenen Giraffen kaum möglich.

Die Giraffe wurde auf konservativem Wege mit der „fliegenden Spritze“ behandelt, um durch die täglichen Injektionen eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes zu erreichen und die Durchgängigkeit des Magen-Darmkanals wieder herzustellen. Dies gelang jedoch trotz aller Bemühungen nicht. Nach nur kurzer, vorübergehender Stabilisierung starb die bereits kreislaufgeschwächte Giraffe am Samstagmorgen während einer tierärztlichen Untersuchung. Die Untersuchung des Tieres im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg/CVUA bestätigte die Diagnose eines Dickdarmverschlusses.

Das Dortmunder Zoo-Team und vor allem jedoch die Huftierpfleger als tägliche Betreuer sind sehr traurig über den Verlust des charismatischen Tieres, das für seine Gelassenheit und Freundlichkeit bekannt war. Die Giraffengruppe des Zoo Dortmund besteht aktuell noch aus zwei Angolagiraffen: Der 21-jährigen, ebenfalls in Dortmund geborenen, Gambela und ihrem Sohn, dem 5-jährigen Bullen Zikomo.

Quelle: PM Stadt Dortmund

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