Zoo Dresden: Gepardenkater Ramzes ist tot

Im Zoo Dresden musste am heutigen Vormittag der Gepard Ramzes eingeschläfert werden.  Altersbedingt wies Ramzes zahlreiche sensorische und körperliche Erkrankungen auf. Seine Sinneswahrnehmungen waren derart weit eingeschränkt, dass er gegen Gehege-Einbauten stieß. Darüber hinaus litt er an Inkontinenz und Gleichgewichtsstörungen.

Seit dem Tod seines Bruders Rashid im Februar diesen Jahres, lebte Ramzes allein auf der Anlage. Beide Geparden erreichten das sehr hohe Alter von 16 Jahren. Wie das Europäische Zuchtbuch vermerkt, war bei Männchen bisher nur ein Höchstalter von 14 Jahren bekannt! Die beiden Gepardenbrüder wurden im Januar 2002 im Tierpark Wassenaar /Niederlande geboren und lebten seit ihrem zweiten Lebensjahr im Zoo Dresden.

Auch in ihrer afrikanischen Heimat ziehen Gepardenbrüder gemeinsam durch die Savanne und teilen sich ihre Beute, die zumeist aus jungen Gazellen und Antilopen besteht. Ganz anders weibliche Geparden: Sie sind ausschließlich solitär unterwegs. Für die Reproduktion von Geparden benötigt ein Zoo deshalb zwei große Einzelgehege, die darüber hinaus auch noch möglichst weit voneinander entfernt liegen sollten. Da diese Zuchtvoraussetzung im Zoo Dresden nicht gegeben ist, beschränken wir uns auf die Haltung von Katern. Das nun verwaiste Gehege wird zunächst saniert, ehe dort wieder Geparden einziehen sollen.

Quelle: PM Zoo Dresden

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