Zoo Dresden: Handaufzucht bei den Roten Riesenkängurus kehrt zur Gruppe zurück

Eingang Zoo Dresden - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Eingang Zoo Dresden – Foto: M.Schmid/zoogast.de

„Taronga“ stellt sich vor
Erneute Handaufzucht bei den Roten Riesenkängurus

Nach der geglückten Handaufzucht eines Roten Riesenkängurus im vergangenen Jahr standen Tierarzt Dimitri Widmer und die Tierpfleger Anfang April erneut vor der Herausforderung, ein Känguru-Jungtier aufzuziehen. Taronga wurde am 1. November vergangenen Jahres geboren und schaute Anfang April erstmals aus dem Beutel von Mama Pia. Ohne erkennbaren Grund warf die 2009 im Dresdner Zoo geborene Pia das Jungtier am 13. Mai aus dem Beutel. Nach dem Aufwärmen des stark unterkühlten weiblichen Känguru-Jungtieres wurde daraufhin mehrfach versucht, es der Mutter zurück zu geben. Da diese es jedoch nicht mehr annahm, lag die Entscheidung zur Handaufzucht aufgrund der guten Erfahrungen und Erfolge des letzten Jahres nahe. Tierarzt Dimitri Widmer und Tierpflegerin Josefine Bruse teilten sich diese intensive und zeitaufwändige Tätigkeit. Das Jungtier wurde in einem Baby-Schlafsack permanent eng am Körper liegend herum getragen. Alle vier Stunden erhielt es eine spezielle Känguru-Milch. Mittlerweile knabbert Taronga abends schon etwas Heu, verlangt aber noch immer nach der Mitternachtsmilch. Mehrmals täglich muss dem Jungtier die Möglichkeit zum Springen und Hüpfen gegeben werden, um dem starken Bewegungsdrang gerecht zu werden. Derzeit läuft die schrittweise Integration in die Känguru-Gruppe. Hierfür nimmt Josefine Bruse das Jungtier morgens zum Putzen mit auf die Anlage, wo sich Taronga dann auch so richtig austoben kann.

Mehr Infos zum Roten Riesenkänguru: TIERLEXIKON

Quelle: PM Zoo Dresden