Zoo Dresden: Happy End für Tüpfelhyäne Charlie – aus den Händen illegaler Tierhändler

Foto: Zoopark Erfurt

Foto: Zoopark Erfurt

Aufregung bei den Tüpfelhyänen im Zoo Dresden: ein neuer Bewohner ist in der Löwensavanne vor kurzem eingezogen. Das Besondere daran für die beiden Weibchen „Ebu“ und „Fourou“: es ist ein Männchen hinzugekommen. Bis „Charlie“ nun ein Leben als Hyäne unter Hyänen leben darf, hat er eine wahre Odyssee hinter sich. Im Alter von wenigen Wochen von skrupellosen Händlern an einen Privathalter in Spanien verkauft, wurde „Charlie“ von den Behörden aus dem privaten Garten beschlagnahmt. Die Auffangstation hatte keine adäquate Unterbringungsmöglichkeit und keine Möglichkeit auf Erweiterung.

Ein menschlicher Schutzengel für „Charlie“ sah die Hyäne in ihrem 4 x 4 m Auslauf und sorgte nicht nur über fast zwei Jahre lang für Spielzeug und Futterbeschäftigung, sondern tat alles menschenmögliche, um für „Charlie“ eine artgerechte Unterbringung zu erreichen. Die Dame bekam 2016 Kontakt zum Koordinator der Tüpfelhyänen der Europäischen Zoovereinigung. Und dann ging alles sehr schnell. Der Zoopark wurde als neues Zuhause ausgesucht, eine Tiertransportfirma beauftragt und so konnte „Charlie“ noch vor der sommerlichen Hitze nach Erfurt reisen.

Hier lernt er erstmals im Leben eine Höhle kennen, ein Badebecken und nun seit wenigen Tagen auch Gras und Sand unter den Pfoten zu haben. Ganz zu schweigen vom Anblick der ersten Hyänen seines Lebens! Derzeit lernt er das Außengehege kennen. Viele Menschen oder auch laute Personen machen ihm noch immer Angst, so dass er dann ins Innengehege flüchtet. Wenn er sich wirklich sicher fühlt, darf er zum ersten Mal direkten Kontakt mit Hyänendame „Ebu“ haben. Das wird – ganz nach Hyänenart – wahrscheinlich nicht ohne Blessuren abgehen. Bis es in Erfurt Hyänenbabies gibt, ist es noch ein weiter Weg. Bisher hat „Charlie“ jedoch so große Fortschritte im Verhalten gemacht, dass Hoffnung besteht.

Zu besuchen sind alle neuen Bewohner täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr.