Zoo Dresden: Leistenkrokodil Max ist als Duplikat zurück

Vitrine mit den beiden Schädeln im Prof. Brandes-Haus - Foto: Zoo Dresden

Vitrine mit den beiden Schädeln im Prof. Brandes-Haus – Foto: Zoo Dresden

Er war nicht nur einer der ältesten Zoobewohner, sondern auch einer der beliebtesten. Im Juni 2015 verstarb Leistenkrokodil Max im Alter von fast 60 Jahren. Nun kehrt der Publikumsliebling zurück – zumindest ein Teil von ihm. Im Prof. Brandes-Haus des Zoo Dresden ist ab sofort ein Duplikat seines Schädels zu sehen. Eine Informationstafel erinnert außerdem an die 57 Jahre, die Max in Dresden verbrachte. Das Original schenkte der Zoo den Wissenschaftlern der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden und erhielt als Dank die Nachbildung. „Damit besitzt unsere Sammlung ein Gesamtskelett, was heutzutage sehr selten ist. Die Lagerung nimmt viel Platz in Anspruch und es ist sehr schwierig an ein solches Skelett heranzukommen“, sagt der Sektionsleiter der Herpetologie der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen, Dr. Raffael Ernst, und fügt hinzu: „Daher freut es uns umso mehr, dass uns der Zoo Dresden das Skelett von Max überlassen hat.“

Angefertigt wurde das Schädel-Replikat von der Dresdner Firma Jähne GmbH in Zusammenarbeit mit der PTZ-Prototypenzentrum GmbH. „Dabei wurden alle Produktionsschritte, von der Präparation des Original-Schädels durch die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen, dem 3D-Scan im Landesamt für Archäologie über die Umwandlung der Daten zu einem druckbaren Objekt bis hin zum 3D-Druck ausschließlich von Firmen in Dresden realisiert“, sagt der Geschäftsführer der Jähne GmbH Benjamin Jähne. Nach Aufbereitung der Scannerdaten wurde der Schädel mit einem 3D-Drucker aus flüssigem Kunstharz Schicht für Schicht aufgebaut. Insgesamt wurden 2,5 Liter Kunstharz benötigt und der Druck dauerte 12 Stunden.

Max‘ Nachfolger im Zoo Dresden heißt De Gaulle. Der 3,80 Meter lange Sunda-Gavial bezog bereits im November 2015 sein Quartier im Prof. Brandes-Haus. Auch über diese Krokodilart gibt es ab sofort ein Schädelmodell und eine Informationstafel. „Dadurch wird deutlich, wie unterschiedlich Krokodile sein können“, sagt Matthias Hendel, Kurator des Dresdner Zoos. Die schmale lange Schnauze des Sunda-Gavials wirkt im Vergleich zum Schädel des Leistenkrokodils geradezu zierlich. Kein Wunder: Misst der Schädel von Max doch ganze 52 cm Länge, 35 cm Breite und 24 cm Höhe.

Quelle: PM Zoo Dresden