Zoo Dresden trauert um Riesenschildkröte Hugo

Am 02.11.2018 ist die Aldabra-Riesenschildkröte (Aldabrachelys gigantea) Hugo I im Zoo Dresden verstorben. Die vier Riesenschildkröten Hugo I, II, III + IV befanden sich bereits seit dem 25. September in ihrem für die Besucher nicht einsehbaren Winterquartier hinter den Kulissen, so dass der Zoo Dresden sich entschieden hat, den Tod des Tieres erst nach dem Abschluss der pathologischen Untersuchungen bekanntzugeben.

Hugo I wurde bereits seit 2016 wiederholt durch die Zootierärzte behandelt, da im Rahmen der jährlichen Routineuntersuchung eine starke Anämie aufgefallen war. Sein Allgemeinbefinden war dabei allerdings nicht sichtlich beeinträchtigt. Auch gemeinsam mit externen, auf Reptilien spezialisierten Kollegen konnte keine Ursache der Erkrankung ermittelt werden. Größe und Gewicht des Tieres erschwerten zudem eine weitergehende Diagnostik. Durch symptomatische Therapie konnte der Zustand von Hugo I über die letzte Zeit stabil gehalten werden. So kam sein Tod für den Zoo Dresden sehr überraschend. Die pathologische Untersuchung ergab einen umfangreichen, irreversiblen Leberschaden sowie Veränderungen der Nieren.

Über das genaue Alter von Hugo I kann nur spekuliert werden. Er kam bereits am 28.07.1971 als ausgewachsenes Tier in den Zoo Dresden, und war somit vielen Dresdnern gut bekannt. Über die maximale Lebenserwartung von Riesenschildkröten ist nur wenig bekannt, sie können jedoch ohne weiteres deutlich über 100 Jahre alt werden. Die Mitarbeiter des Zoo Dresden sind über den Verlust dieses charismatischen Zoobewohners sehr traurig und werden Hugo I vermissen.

Quelle: PM Zoo Dresden

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