Zoo Duisburg: Babyboom bei den Rentieren

Foto: Zoo Duisburg / Jochem Tegge

Im Zoo Duisburg wachsen derzeit gleich vier junge Rentiere auf. Während drei Jungtiere vorbildlich von ihren Müttern umsorgt werden und auf der Außenlage beobachtet werden können, hatte die kleine Sofie einen holprigen Start ins Leben. Die junge, unerfahrene Rentiermutter hat ihren Nachwuchs nicht angenommen. Deshalb übernahmen Tierpfleger Maik Elbers und Tierärztin Dr. Carolin Bunert kurzerhand die Rolle der Rentiereltern und ziehen Sofie nun mit der Flasche groß. Eine zweite erstgebärende Rentiermutter kümmert sich hingegen vorbildlich um ihr Jungtier.

Staksig läuft die fünf Wochen alte Sofie hinter Maik Elbers her. Der Leiter des Robbenreviers im Zoo Duisburg ist Sofies Ersatzmama. „Nach der Geburt haben wir beobachten können, dass die Mutter die Kleine nicht an ihr Euter herangelassen hat. Mehrfach haben wir sie an das Euter angesetzt, aber es hat nicht geklappt“, beschreibt der erfahrene Tierpfleger die Situation. Nach gründlicher Abwägung aller Umstände entschied sich der Zoo für eine Handaufzucht. Das Interesse anderer Tiergärten an Rentieren aus Duisburger Nachzucht ist weiterhin sehr groß und sie werden regelmäßig an Einrichtungen in ganz Europa abgegeben.

Große Unterstützung bekommt Elbers von seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Robbenrevier. „Einer von uns kümmert sich um das kleine Rentier, die anderen erledigen die anfallende Arbeit im Revier einfach mit“, so Tierpflegerkollegin Yvona Brand. „Für uns ist das selbstverständlich“.

Mittlerweile läuft die Aufzucht der kleinen Sofie problemlos. Das war nicht immer so, wie Dr. Carolin Bunert, Tierärztin am Kaiserberg, schildert. „Sofie hatte schlimmen Durchfall und musste behandelt werden. Wir haben unter anderem auf eine andere Milch umgestellt, die sie viel besser verträgt. Passieren kann natürlich immer was, aber sie ist aus dem Gröbsten raus“. Gemeinsam mit Maik Elbers zieht die 30-Jährige den Rentiernachwuchs auf.

Auf die Frage, wie das kleine Rentier eigentlich zu seinem Namen kam, muss Maik Elbers schmunzeln: „Das lag an Kim Sofie, der Tochter meiner Lebensgefährtin“. Als feststand, dass das kleine Rentierkalb eine Handaufzucht wird, musste das Zoo-Team schnell eine geeignete Flasche besorgen. „Ich habe Kim Sofie angerufen, sie hatte tatsächlich eine Puppenflasche mit schmalem Saugaufsatz und hat ihn uns noch am Abend in den Zoo gebracht“. Mit einem großen Wunsch – das Rentier sollte Sofie heißen.

Während sich Sofie vorwiegend hinter den Kulissen aufhält und für Besucher nicht zu sehen ist, lassen sich die drei übrigen Rentier-Jungtiere täglich auf der Außenanlage beobachten.

Quelle: PM Zoo Duisburg

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