Zoo Duisburg: Gorilla Momo wird erstmals Mutter

Zoonews NewsDas war am Mittwoch (28.05.2015) ein Paukenschlag, als kurz nach 14 Uhr der zuständige Revierleiter die Zooleitung Duisburg informierte, dass vor ein paar Minuten ein offenkundig gesundes Gorillababy geboren wurde. Der Paukenschlag bezog sich vor allem auf die Mutter, denn MOMO gebar erstmals ein Baby und das im stolzen Alter von bald 33 Jahren (sie hat am kommenden Mittwoch, 3. Juni, Geburtstag). Vermenschlichungen sind zwar nicht opportun, aber ein bisschen meint man ja schon zu erkennen, wie stolz MOMO über ihren Sohn ist. Dabei hatte sie in den letzten Kindergarten-Jahren innerhalb der Gruppe ihre Tantenrolle perfekt eingenommen und ihre Artgenossinnen SAFIRI und VIZURI oft genug entlastet, indem sie deren Jungtiere auf dem Rücken trug, mit ihnen spielte oder einfach für sie da war.

Auch am Tag 2 nach der Geburt sieht alles bestens aus. Die erstgebärende MOMO kümmert sich rührend um ihr Baby, hält ihre neugierigen Gruppenmitglieder nur dezent auf Abstand und der stattliche 200kg-Silberrücken und Vater MAPEMA hat ohnehin die Ruhe weg: er hat seinen Harem machogerecht voll im Griff und wirkt ob der neuerlichen Geburt in seiner Familie eher tiefenentspannt.

Zoologische Gärten können durch die Erhaltungszucht entscheidend dazu beitragen, dass charismatische Arten wie der Gorilla vom Aussterben bewahrt werden. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) – die Koordinatoren jubelten gestern im Übrigen, da MOMO nun wertvolle Gene weitervererbt – wurde die Gruppe der Gorillas im Zoo Duisburg vor Jahren größtenteils umgestellt, mit beachtlichem Erfolg. In der großen, naturnah gestalteten und den arteigenen Bedürfnissen entsprechenden Freianlage kam es 2008 zu den ersten Gorillageburten am Kaiserberg. In den Jahren 2011 und 2012 folgten weitere, so dass im Zoo Duisburg derzeit eine harmonierende, auf jetzt insgesamt neun Tiere angewachsene Familie lebt. Jungtiere, die wie in der Natur voll in das Familienleben integriert und mit entsprechender Sozialkompetenz ausgestattet sind, werden in den kommenden Jahren den Zoo verlassen und in Partnerzoos eigene Familien gründen.

Quelle: PM Zoo Duisburg