Zoo Duisburg: Haus der Tausend Fische in neuem Glanz

Foto: Bildarchiv Zoo Duisburg

Foto: Bildarchiv Zoo Duisburg

Das seinerzeit im Zweiten Weltkrieg komplett zerstörte und anschließend mit einfachen Mitteln wieder aufgebaute Aquarium ist das älteste noch erhaltene Gebäude des Zoo Duisburg, das noch an die Anfangsjahre des damaligen Duisburger Tierpark erinnert. Nach all den Jahren bedurfte es einer dringenden Auffrischung, um das als „Haus der Tausend Fische“ bekannte Aquarium den modernen Anforderungen der Tierhaltung und –präsentation anzupassen. Nach gut dreijährigem Umbau macht das Aquarium seinem Namen nun wieder alle Ehre und bietet zum Start der Sommerferien einen Einblick in die faszinierende Unterwasserwelt rund um den Globus.

Auch wenn die Architektur des altehrwürdigen Aquariumskomplexes nicht groß verändert wurde, wird man die neuen Becken kaum wiedererkennen. Wo vor einigen Jahren noch ein einsamer Grundhai seine Runden drehte, erstrahlt inzwischen ein 22.000 Liter fassendes Riffbecken voll mit buntem Leben. Die über 1.500 Bewohner des Beckens sind in den letzten Monaten merklich gewachsen und fügen sich zu einem faszinierenden Ökosystem zusammen. Während Doktorfische, Grüne Schwalbenschwänzchen und Juwelenfahnenbarsche das Freiwasser beherrschen, tummeln sich auf dem Boden Mandarinleierfische, Leoparden-Junker und Seeigel, von den vielen farbenprächtigen Korallenarten ganz zu schweigen. Auch die bei Kindern so beliebten „Nemos“, die Anemonenfische, dürfen natürlich nicht fehlen.

Am anderen Ende des Aquariums imponiert der 120 cm große Quallenkreisel, in dem seit ein paar Tagen die ersten Duisburger Quallen-Nachzuchten ihre Kreise drehen und die Besucher begeistern. So wenig beliebt Quallen im Meer sind, so faszinierend sind die langsam im Wasser treibenden Tiere im Aquarium zu beobachten.

Flankiert wird der große Besucherbereich des Aquariums von neugestalteten großen Themenbecken. Hier kann man Lebensräume aus verschiedenen Erdteilen von der Quelle bis zum Meer mit ihren verschiedenen Bewohnern bewundern. Besonders hervorzuheben ist im Meerwasserbereich das sogenannte Außenriffbecken mit seiner Wellensimulation und einem Höhlensystem, in dem sich u.a. Teppichhai (auch Wobbegong genannt) und Netzmuräne aufhalten. Aber auch das Seepferdchenbecken zieht die Blicke der Besucher auf sich.

Auf der Süßwasserseite beindruckt die Masse an Roten Neons und Rotkopfsalmler im Südamerikabecken. Und wer genau hinschaut findet zwischen den Pflanzen versteckt einen Schwarm der gefürchteten Piranhas.

Einmalig ist sicher das Wasserfallbecken, welches einen Einblick in den Lebensraum unterhalb eines Wasserfalls bietet. Unzählige Garnelen tummeln sich im sauerstoffdurchfluteten Bereich und suchen dort vor Fressfeinden geschützt ihre Nahrung.

Quelle: PM Zoo Duisburg