Zoo Duisburg: Meerbrennnessel-Quallen im Aquarium eingezogen

Foto: Zoo Duisburg

Anmutig treiben Japanische Meerbrennnessel-Quallen durch das Aquarium im Duisburger Zoo. Der Name der glitschigen Tierchen ist Programm. Bei Berührung droht ein brennender Schmerz mit einhergehenden Hautreizungen – vergleichbar wie bei einer Brennnessel.

Betritt man das Aquarium im Duisburger Zoo, so fällt der Blick direkt auf den ‚Quallenkreisel‘ am gegenüberliegenden Ende des Eingangs. Die neuen, nahezu durchsichtigen Bewohner bannen die Blicke der kleinen und großen Zoobesucher. Immerzu im Kreis treiben die Quallen durch das Aquarium. Selber schwimmen können sie nicht, eine kreisrunde Strömung hält die Tiere in Bewegung. Dabei ziehen sie ihre langen Tentakel in der Hoffnung hinter sich her, dass ein unvorsichtiges Beutetier in ihre Fänge gerät. Gespickt mit hunderten Nesselzellen sind Quallen-Tentakeln effektive Waffen. Berührt ein Beutetier eine solche Nesselzelle, so feuert die Qualle eine Art ‚Mini-Harpune‘ ab, welche einen Giftcocktail in das Beutetier injiziert und es lähmt. Im ‚Quallenkreisel‘ sind sie auf der Jagd nach Artemien, einer kleinen Krebsart.

Meerbrennnessel-Quallen leben ursprünglich in den kalten Gewässern rund um Japan. Im Vergleich zu anderen Quallenarten sind diese Nesseltiere überaus langlebig – gute zwei Jahre alt kann eine Qualle werden. Die neuen Bewohner im Duisburger Zoo stammen nicht etwa aus japanischen Gewässern, sie wurden im Zoo Rostock gezüchtet und werden erstmals am Kaiserberg gehalten.

Quelle: PM Zoo Duisburg