Zoo Halle: Braunbär Benny ist angekommen

Foto: Zoo Halle

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Mit knapp 350kg ist „Benny“ ein stattliches Braunbärmännchen, doch die Elefanten, seine neuen Nachbarn im Bergzoo Halle, sind ihm dennoch nicht ganz geheuer. Der frisch gebackene Vater aus dem Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald bezog am Mittwoch den 23.03.2016 vorrübergehend die leer stehende Bärenanlage des Bergzoos und wird ein paar Monate in Halle verbringen, während kurzfristig notwendig gewordene Bauarbeiten in seinem Heimattierpark abgeschlossen werden. Die Osterbesucher des Bergzoo wird es freuen, die nun seit längerem verwaiste Bärenanlage mit Leben erfüllt zu sehen. Mit seinen stattlichen Gewicht ist Benny auch um einiges größer und schwerer als seine Vorgängerin Conny und hat zur Freude der Besucher bereits heute schon ein erstes Mal die Außenanlage erkundet.

Gestern Nachmittag traf das Braunbärmännchen „Benny“ aus Bayern ein und bezog die leer stehende Bärenanlage im Bergzoo Halle, die erste Reise für den 13 jährigen Bär. Da sich in seinem Heimattierpark, dem Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald unverhofft Nachwuchs eingestellt hat, wurden kurzfristig Umbaumaßnahmen notwendig. Ein großzügiges Separationsgehege mit Kuschelgitter zur Anlage für die Bärenmutter nebst Nachwuchs soll schnellst möglich errichtet werden, damit die Jungtiere ungestört aufwachsen können. Um die Bauarbeiten schnell vorantreiben zu können, ist es notwendig, das Männchen für drei bis vier Monate in einem anderen Zoo unterzubringen. Der Bergzoo Halle bot Unterstützung an.

Eigentlich hatte der Zoo im vergangenen Jahr mit der Abgabe der Braunbärin „Conny“ beschlossen, die Bärenhaltung auf der alten Anlage aufzugeben. Obwohl sie den gesetzlichen Anforderungen durchaus entspricht, ist sie aus Sicht der Zooleitung, zumindest für mehrere Bären, nicht mehr zeitgemäß. „Benny“ jedoch stehen beide Anlagen zur Verfügung. Im Zuge des Zukunftskonzepts Bergzoo 2031 soll das Gelände im Bereich der Bärenanlage grundlegend neu gestaltet werden. Die Elefantensavanne wird erweitert, auf der kleineren der beiden Bärenanlagen soll ein Kletterspielplatz mit angeschlossener Gastronomie entstehen. Da die Bauarbeiten allerdings erst im Jahr 2017 beginnen werden, blieb die Anlage bisher unbesetzt. Glück für „Benny“ und die Nationalparkverwaltung: Solche leer stehenden Anlagen, die den Sicherheitsanforderungen an eine Bärenhaltung gerecht werden und auch die gesetzlichen Anforderungen an den Tierschutz erfüllen, stehen eigentlich nicht zur Verfügung. Alternative Unterbringungen wären entweder nur in deutlich kleineren Anlagen oder in einem Bärenpark möglich. Dies wäre jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden: Benny müsste zunächst in Quarantäne. Anschließend müsste der eigentlich einzelgängerisch lebende Bär mühsam in eine Gruppe integriert werden und schließlich wieder in Quarantäne gehen, bevor er zurück in den Nationalpark kann. Dies alles entfällt im Bergzoo.

Zoodirektor Dr. Dennis Müller freut es daher, in diesem Falle unkompliziert helfen zu können. Er kennt den Bären aus seiner Zeit im Nationalpark schließlich persönlich. Damit sich „Benny“ in Halle genauso wohl fühlen kann, stehen dem Bärenmann jederzeit beide Freianlagen und der gesamte Stallbereich als Rückzugsraum zur Verfügung. Die Tierpfleger des Bergzoos haben sich indes mit den mitgereisten Kollegen aus Bayern ausgetauscht, damit es „Benny“ im Bergzoo über den Sommer auch an nichts fehlt.

Quelle: PM Bergzoo Halle