Zoo Halle: Schimpansin Banghi aus dem Gehege ausgebrochen

Foto: Zoo Halle

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Aus bisher ungeklärten Gründen ist am heutigen Nachmittag die Schimpansin Banghi kurzzeitig aus Ihrem Refugium im Affenhaus des Bergzoos Halle entkommen. Die Sicherungssysteme des Zoos griffen jedoch umgehend und durch die ruhigen und besonnenen Maßnahmen der Einsatzleitung war es möglich, Banghi innerhalb kurzer Zeit in ein anderes Tiergehege zu locken und durch einen gezielten Schuss des diensthabenden Tierarztes zu betäuben. Sie wurde bereits wieder in ihr Gehege zurückgebracht, um die Narkose in Ruhe auszuschlafen. Der Bergzoo ist inzwischen wieder für den Besucherverkehr geöffnet.

Der Zoo wurde während des unfreiwilligen „Ausflugs“ der 42jährigen Schimpansin geschlossen und die Besucher aus dem Zoo begleitet bzw. zwischenzeitlich in den Gebäuden des Zoos in Sicherheit gebracht. Aufgrund des erprobten und koordinierten Ablaufs bestand für die Besucher und das Zooteam während des Ausbruchs keine größere Gefahr. Die Schimpansin Banghi ist zudem äußerst gutmütig und friedfertig. Die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen werden jedoch grundsätzlich bei jedem Tierausbruch durchgeführt, um alle Eventualitäten auszuschließen.

Tierausbrüche in Zoos sind im generellen sehr selten. Der letzte vergleichbare Ausbruch im Zoo Halle liegt mehr als 25 Jahre zurück. Die Sicherheitstechnik sowie die Alarmpläne sind auf dem höchsten Stand und das Tierpflegerteam wird regelmäßig in dieser Hinsicht geschult. Dies macht Vorfälle solcher Art zur absoluten Ausnahme. Zoodirektor Dr. Dennis Müller hat umgehend eine tiefgreifende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Damit sollen die Umstände des Ausbruchs genau analysiert werden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft weitestgehend ausschließen zu können.

Quelle: PM Zoo Halle