Zoo Hannover: Die Schimpansen sind zurück

Foto: Zoo Hannover

Im Erlebnis-Zoo Hannover gab es am Montag das lang erwartete Wiedersehen mit den Schimpansen: Mit lautstarken Rufen eroberten Maxi, Toto, Schika, Jeany, Viktoria, Maleika und Chunya ihr neues Innengehege im Urwaldhaus. Zwar steht die finale, dekorative Innenausstattung noch aus, dennoch erkannten die Schimpansen ihr vormals kahles Gehege nicht wieder und erkundeten ausgiebig jeden Winkel.

Und von denen gibt es nun viele: Eine filigrane Netzkonstruktion überspannt die gesamte Anlage und erweitert sie in die Höhe. Seile locken zum Klettern, eine große Hängematte lädt zum Toben oder Ausruhen ein, Spielzeug und Bücher warten darauf, untersucht und kaputt gespielt zu werden. Was die Schimpansen in ihrem neuen Reich anstellen, kann nun durch eine große Glasfront beobachtet werden.

„Wir haben jetzt viel mehr Möglichkeiten, die Tiere zu beschäftigen“, freute sich Klaus Brunsing, stellvertretender Zoologischer Leiter, „dank der Überkupplung und der Sicherheitsscheiben können die Schimpansen jede Art von Spielzeug bekommen.“ Das war vorher nicht möglich: Das alte Gehege wurde durch einen Sicherheitsgraben begrenzt, über den die Tiere Bälle, Bücher oder Eimer gegen die Besucher hätten werfen können.

„Wir sind sehr froh, dass wir das Urwaldhaus wieder öffnen und die Schimpansen zeigen können“, freut sich Jens Behn, technischer Leiter im Erlebnis-Zoo Hannover, weist aber auch darauf hin, dass die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen sind. „Die Schimpansenanlage ist zurzeit sozusagen noch undekoriert“, erklärt er. In einem zweiten Schritt wird das Innengehege zu einer stimmungsvollen Urwaldlichtung im Regenwald mit Wasserfall, Bachlauf, Felsen und Lianen umgestaltet. Wie das Gehege dann aussehen wird, zeigen ein Modell und eine Visualisierung im Urwaldhaus.

Mit dem Innenausbau kann jedoch erst begonnen werden, wenn die Schimpansen ihre neue Außenanlage bezogen haben. Mit dem Bau wird in Kürze begonnen. Der Besuch der Menschenaffen gleicht dann einer Wanderung durch verschiedenste Klimazonen Afrikas, von der Savanne bis zum Regenwald.

Das Modell der neuen Themenwelt „Kibongo“ steht im Urwaldhaus und weckt Vorfreude: Wo einst funktionaler Beton im Baustil der 80er Jahre dominierte, entsteht eine afrikanische Feuchtsavanne mit Felsen und Bäumen zum Klettern, mit Wasserfall, Bachlauf und Teich, Schattenplätzen, Sandbad und Ruhezone. Die Außenanlage wird ca. doppelt so groß wie bisher.

Insgesamt investiert der Zoo 3.1 Mio. Euro in die neue Themenwelt Kibongo.

Quelle: PM Zoo Hannover