Zoo Hannover: Giraffen-Nachwuchs

Foto: Zoo Hannover

Wenn man bei der Geburt bereits fast zwei Meter groß und 100 kg schwer ist, braucht man nicht schüchtern zu sein. Dachte sich zumindest das neugeborene Giraffenbaby im Erlebnis-Zoo Hannover und brüllte – kaum zwei Tage alt – die überraschten Tierpfleger lautstark an. Da Giraffen eigentlich eher zu den leisen Tierkollegen im Zoo gehören, stand gleich fest: Der am 5. Juni geborene Giraffenbulle hat es faustdick hinter den langen Ohren und wird für viel Wirbel am Sambesi sorgen.

Ein Herzensbrecher ist er jetzt schon: Der Kleine hat große schwarze Augen, eine weiche Schnauze, rautenförmige zartbraune Flecken auf milchweißem Fell, etwas zusammen gekniffene Nasenflügel (als ob er gerade „Nnniff“ oder so etwas sagen würde) und als Krönung krumme Hörnchen, die von aparten schwarzen Haarbüscheln geziert werden. Die Hörnchen richten sich allerdings in Kürze auf, dann sieht das Baby nicht mehr ganz so verknautscht aus.

Die ersten Geh- und Stehversuche des Giraffenkindes waren noch recht unelegant, die ewig langen Beine mit den knubbeligen Knien wollten schließlich erst einmal koordiniert werden. Nachdem sich der Kleine sortiert hatte, gab es kein Halten mehr und Mutter Shahni (12) muss ihren Nachwuchs seitdem stets im Auge behalten.

Etwa eine Woche lang haben sich Mutter und Kind in aller Ruhe im Giraffenhaus aneinander gewöhnt. Jetzt ist es höchste Zeit für erste Erkundungstouren am Ufer des Sambesi, der kleine Bulle ist voller Tatendrang.

Giraffenvater Schorse zeigte bei der Geburt wenig Interesse an seinem jüngsten Spross. Für ihn war es bereits der 27. Nachwuchs. Ein Zuchterfolg, der jeden Zoologen begeistert, denn Rothschild-Giraffen sind vom Aussterben bedroht – für Schorse nichts Besonderes.

Am Sambesi wird der Giraffennachwuchs in den kommenden Tagen auf viele Spielkameraden treffen: Zunächst auf seinen 11 Monate älteren Halbbruder Thabo, dann auf Bergzebras, Blessböcke und Springböcke, die alle gemeinsam auf der großen Steppe leben.

Einen Namen hat der Kleine noch nicht – den darf der Pate vergeben, wenn sich ein Patenunternehmen für den Wirbelwind findet. Interessenten können sich beim Zoo melden!

Quelle: PM Zoo Hannover