Zoo Hannover: Nachwuchs bei Zebras, Harzer Rotvieh und Waldbisons

Foto: Zoo Hannover

Warum hat ein Zebra schwarze Streifen? Damit man es im Schnee wiederfindet! Über den neuesten Winterwitz auf der afrikanischen Steppe im Erlebnis-Zoo Hannover kann Maalik (*09. März) gar nicht lachen. Seine ersten Lebenstage musste das Zebrajungtier wegen Eis und Kälte hinter den Kulissen bleiben. Diese Zeit hat er allerdings sinnvoll genutzt und sich das Streifenmuster seiner Mutter Moni genau eingeprägt. Wenn der schwarz-weiße Wirbelwind jetzt am Ufer des (mittlerweile aufgetauten) Sambesi tobt und Antilopen jagt, reicht ein einziger Blick, um seine Mutter wiederzufinden. Selbst dann, wenn Moni gut getarnt zwischen ihren fünf gestreiften Mitbewohnern steht. Noch in den nächsten 6-8 Monaten wird Maalik immer wieder Spielpausen einlegen und sich an der mütterlichen Milchbar stärken. Und das hoffentlich bei besserem Wetter. Denn auch wenn sich die Zebras bereits an das hannoversche Klima gewöhnt haben, ist Sommer, Sonne und Sonnenschein noch immer das beste Zebrawetter.

In der Kanadalandschaft Yukon Bay wird über die Befindlichkeiten der Tiere vom Sambesi nur milde geschnaubt. Das Bisonbaby kam am 30. März direkt auf der Anlage zur Welt und wollte prompt mit seiner Mutter Catori draußen bleiben. Nur ein lautes mütterliches Grunzen brachte den Jungbullen dazu, unter störrischem Hufstampfen in den Stall zu kommen. Noch wiegt er gerade einmal 25-30 kg. Ausgewachsene Bisonbullen können sogar bis zu 850 kg auf die Waage bringen. Sollte er seinen Trotzkopf und vor allem seinen störrischen Gang beibehalten, dann wird die Erde später unter seinen Hufen beben oder besser gesagt donnern. Und dann wird er seinem Namen wahrlich gerecht: Thor – der Donnergott.

Helge (20. März), das Kalb des Harzer Rotviehs, verkroch sich zwei Tage lang im warmen Stroh, dann nahm es den kalten Frühling auf die noch nicht vorhandenen Hörner und stolzierte auf die Koppel, wo es mit seinem leuchtend rotbraunen Fell jedes Wintergrau vertreibt. Doch Helge ist mehr als nur ein farblicher Akzent. Aus zoologischer Sicht ist er sogar ein Lichtblick, denn das Harzer Rotvieh ist vom Aussterben bedroht. Um die Rasse zu erhalten, muss man schon etwas tiefer in die zoologische Trickkiste greifen: Männliche Harzer sind eher unangenehme Zeitgenossen und daher in einem Zoo nur schwer zu halten. Helges Vater „Bruno“ kam deshalb nur in Form einer Samenspende vorbei. Noch muss sich Helge keine Gedanken über die Erhaltung seiner Art machen. Er kann das Leben auf Meyers Hof genießen, viel schlafen und die kleinen Ziegen ärgern – zumindest noch etwa 12 Monate lang, bis er geschlechtsreif ist.

Quelle: PM Zoo Hannover