Zoo Heidelberg: Balzen, flirten und die ersten Frühlingskinder

Wilma und Bambam - Foto: Zoo Heidelberg

Wilma und Bambam – Foto: Zoo Heidelberg

Zoo Heidelberg: Balzen, flirten und die ersten Frühlingskinder

Das ungewöhnlich schöne und vergleichsweise warme Wetter in den letzten Tagen lockte viele Besucher in den Heidelberger Zoo. Allein am vergangenen Wochenende nutzten Tausende den strahlenden Sonnenschein für erholsame und anregende Stunden im Tiergarten.

Purer Sonnenschein sorgt nicht nur bei Menschen für gute Gefühle, auch auf die Tiere hat das frühlingshafte Wetter einen äußerst positiven Einfluss. In den Gehegen und Anlagen wird sich geputzt und gebalzt, was das Zeug hält. Das gänseähnliche Tröten der Flamingos ist im ganzen Zoo zu hören ebenso wie das Klappern der Störche, die bereits zehn Nester bezogen haben. Und der jüngste Nachwuchs meckert ordentlich. Zehn quirlige Zwergziegen-Kinder toben in ihrem Gehege. Keine Frage: Die angehenden Stirnwaffenträger sind schon jetzt die neuen Lieblinge im Streichelzoo. Die kleinwüchsigen afrikanischen Zwergziegen wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm. Sie sind von West- bis Ostafrika verbreitet, werden in Herden von 50 bis 1000 Tieren gehalten und dienen vor allem der Versorgung mit Fleisch und Milch.
Einige Tiere wie die Roten Riesenkängurus sind echte Sonnenanbeter: Mit Wonne rekeln sich in ihrem sonnigen Sandbad und strecken dabei alle Viere von sich. Auch hier ist bereits kecker Nachwuchs zu sehen. Das Jungtier schaut immer häufiger aus dem Beutel seiner Mutter. Zoobesucher wundern sich übrigens oft, warum auch die grau gefärbten zu den roten Riesenkängurus zählen. Der Grund ist, dass es individuelle Unterschiede zwischen den Tieren gibt. Der Übergang zwischen roter und grauer Fellfarbe ist oft fließend.
In der großen Südamerika-Voliere des Zoos herrscht bei den Grünwangen-Amazonen und Guira-Kuckucken bereits reger Betrieb. Die Faultierfamilie darf bei Temperaturen über 15 Grad ins Außengehege und nebenan bei den Elefanten ist immer gut was los. Die jungen Bullen strotzen vor Kraft und Tatendrang.
Auch die kleine Roloway-Meerkatze, die am 24. Februar geboren wurde, entwickelt sich prächtig und unternimmt bereits erste kleine Ausflüge alleine.
Zudem bietet die abwechslungsreiche Parklandschaft des Zoos Grund zur Freude: Tausende von Krokusse, die ihre Köpfe aus den Wiesenflächen recken, grüßen die Besucher mit bunten Farben. Daneben blühen bereits Narzissen, Forsythien, Schlehen und Mandelbäume.

Quelle: PM Zoo Heidelberg