Zoo Heidelberg: Sumatra Tigern Tila und Asim haben Flugzeuge im Bauch

Tila 14 Monate alt. – Foto: Susi Fischer / Zoo Heidelberg

Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Das junge Sumatra Tiger-Weibchen Tila, das im November aus dem britischen Zoo Chester an den Neckar zog, hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Bei ihr und Tigerkater Asim deutet alles darauf hin, dass das Jahr 2013 ganz im Zeichen einer großen Liebe stehen wird.

Tila und Asim sind noch in getrennten Gehegen untergebracht, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis die beiden endlich ihre Anlage gemeinsam teilen werden. Dass die Pfleger die beiden nicht sofort zusammen gelassen haben, hat gute Gründe. Tiger sind gewöhnlich Einzelgänger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen von zwei Tigern ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen Kämpfen enden, selbst bei Männchen und Weibchen.

Asim und Tila reagierten aber vom ersten Moment an sehr positiv aufeinander. Durch das sogenannte Schmusegitter, das die beiden Innengehege voneinander trennt, können sie sich immer sehen, hören, riechen und Kontakt aufnehmen. Die Signale, die die beiden senden, sind eindeutig liebevoller Natur. So sind sie ständig am „Pruscheln“, ein für Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes Begrüßungsschnauben, das man lautmalerisch am besten mit „pfrrrr“ umschreiben kann. Dieses Verhalten ist für die Tierpfleger ein ausgesprochen gutes Zeichen für die kommende Zusammenführung. Denn auch Tila hat nun alle Bereiche der großzügigen Tigeranlage, die aus dem Innengehege, einem Spielzimmer im Bereich der Außenanlage und einem dichtem Bambus-Dschungel besteht, erkundet. Die verhältnismäßig lange Eingewöhnungszeit ist wichtig, denn Tiger brauchen ihre eigene, individuelle Zeit, um sich an neue Eindrücke, Geräusche, Gerüche und natürlich auch an Artgenossen und Pfleger in Ruhe zu gewöhnen.

Beide Tiere haben nun jeden Winkel ihres großen Reviers erkundet; vor allem mussten sie vor dem ersten Zusammentreffen lernen, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen. Das klappt bei Asim und Tila bereits prima, so dass es nicht mehr lange dauern wird, dass die Zoobesucher zwei junge, schöne und temperamentvolle Tiger gemeinsam erleben können.

Quelle: PM Zoo Heidelberg