Zoo Heidelberg: Unter 2.704 Tieren gibt es einige Altersrekorde

Foto: Zoo Heidelberg

Artenvielfalt im Zoo Heidelberg: 89 unterschiedliche Vogelarten, 55 Säugetierarten sowie weitere 33 Tierarten können in Heidelberg entdeckt werden. Zum Jahresbeginn wurde jedes einzelne Tier für die Inventur erfasst und der Bestand mit 2.704 Individuen festgehalten. Die Gürteltiere sind die ältesten ihrer Art in einem europäischen Zoo.

Nahezu jeden Tag kontrollieren die Tierpfleger den Bestand ihrer Schützlinge. Zum Jahresende wird dann nochmals genau hingeschaut, gezählt und gemessen, denn 2016 gab es wieder zahlreichen Nachwuchs und Neuzugänge bei den verschiedenen Tierarten. Andererseits sind auch Tiere gestorben oder umgezogen, sodass sich der gesamte Tierbestand im Laufe des Jahres immer wieder verändert hat. Während der Kontrolle wird dabei auch auf den kleinen Unterschied geachtet. „Bei manchen Tierarten kann man das Geschlecht nur anhand einer DNA-Probe erkennen“, erklärt Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg. „Bei den Faultieren werden Haare gezupft und untersucht, um das Geschlecht eindeutig zu bestimmen.“ Nicht bei allen Tieren ist es so deutlich wie bei den stattlichen Löwen. Der Berberlöwe Chalid mit der eindrucksvollen Mähne kam gemeinsam mit der Löwin Binta im April 2016 neu nach Heidelberg.

Bintas Vorgängerinnen im Zoo Heidelberg erreichten ein stattliches Alter: Claudia starb im Januar 2016 mit 23 Jahren und zählte zu den ältesten Löwen in einem europäischen Zoo. Ihre Tochter Sita, die ebenfalls im Frühjahr 2016 verstarb, war mit knapp 20 Jahren bei ihrem Tod noch Deutschlands ältester Zoolöwe.

Bei der Inventur am Jahresende verzeichnete der Zoo Heidelberg noch weitere Altersrekorde bei seinen Tieren: Die beiden Kugelgürteltiere, Trudel und Nikolina, sind beide inzwischen 17 Jahre alt und damit die ältesten Kugelgürteltiere in einem europäischen Zoo. Ihre Artgenossen im Freiland erreichen gerade mal ein Alter von ca. 15 Jahren.

„Beide Gürteltierdamen sind noch sehr aktiv und haben sogar noch regelmäßig Nachwuchs“, berichtet Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg. Auch bei den quirligen Rhesusaffen ist der Chef ein echter Opa. Mit seinen 30 Jahren gehört er zu den Senioren seiner Art. Wenn man die Affenhorde im Zoo beobachtet, merkt man jedoch sehr rasch: Der Opa hat die jungen noch immer gut im Auge und ist schnell dabei, wenn es um Futter oder Auseinandersetzungen in der Gruppe geht.

Quelle: PM Zoo Heidelberg