Zoo Heidelberg: Viel Nachwuchs im Frühjahr 2017

Foto: Zoo Heidelberg / Heidrun Knigge

Im Frühjahr gab es vielfältigen Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Bei den Trampeltieren erblickte am 13. März ein junger Hengst das Licht der Welt und auch bei den Stachelschweinen huscht der Nachwuchs inzwischen über die Anlage. Im Streichelzoo freuen sich die Besucher über die vielen jungen Zicklein, die auch erste Kletterversuche wagen.

Am 13. März brachte Trampeltierstute Jasmin einen kleinen Trampeltier-Hengst, der, genau wie seine Mutter, weißes Fell hat, auf die Welt. Nach einer „Hochzeitsreise“ in den Naturzoo Rheine, bei der Jasmin den Trampeltierhengst Rashid traf, war die Stute ganze 13 Monate trächtig. Die ersten Tage verbrachten Mutter und Sohn im ruhigen Stall. Der kleine Hengst mit Namen Batu springt inzwischen mutig über die Außenanlage, sucht aber stets die Nähe seiner Mutter. Mit dem Jungtier leben nun insgesamt fünf zweihöckerige Trampeltiere in Heidelberg.

Trampeltiere gehören zur Gattung der Großkamele. Es gibt zwei domestizierte Formen der Großkamele: das einhöckerige Dromedar, das vor allem in Nordafrika, Vorderasien, Indien und Australien gehalten wird, und das zweihöckerige Trampeltier, das in Innerasien als Last- und Nutztier weit verbreitet ist.

Gute Nachrichten gibt es auch bei den Stachelschweinen: Hier gab es gleich dreifachen Nachwuchs. Mit etwas Glück erwischt man den Moment, wenn die Kleinen flink über die Anlage flitzen – meist kurz nach der Stachelschweinfütterung, die täglich um 15 Uhr stattfindet. Die kleinen Stachelträger nutzen dann die Gelegenheit, wenn alle Stachelschweine draußen sind, auch einmal die Außenbereiche zu erkunden. Optisch sehen sie wie eine Mini-Version ihrer Eltern aus. Die erwachsenen Stachelschweine lassen ihre Jungen dennoch kaum aus den Augen und so kehrt die kleine Familie auch immer rasch in den geschützten Innenbereich ihres Geheges zurück.

Stachelschweine zählen zu den Nagetieren. Ihre Stacheln werden bis zu 40 Zentimeter lang und dienen zur Abwehr von Feinden. Bei Gefahr stellen die Tiere ihre Stacheln auf, was sie plötzlich doppelt so groß erscheinen lässt. Zusätzlich erzeugen sie ein lautes, raschelndes Geräusch. Ist der Angreifer immer noch nicht abgewehrt, dreht sich das Stachelschwein um und greift ihn mit seinen Stacheln an.

Die beiden jungen Lämmer, die im Februar geboren wurden, haben Verstärkung bekommen: Im März kamen bei den afrikanischen Zwergziegen weitere Jungtiere zur Welt. Dank der guten Milch ihrer Mütter entwickeln sich die kleinen prächtig. Neugierig erkunden sie ihr Gehege und können dabei von den Besuchern gut beobachtet werden. Wer möchte, darf den Tieren im Streichelzoo ganz nahekommen: Das Zoo-Team hat zwei Kisten mit Bürsten für die Fellpflege durch die Besucher aufgestellt. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern macht auch kleinen und großen Besuchern viel Spaß.

Afrikanische Zwergziegen sind ursprünglich von West- bis Ostafrika verbreitet und dienen vor allem der Versorgung mit Fleisch und Milch. Sie werden nur 40 bis 50 Zentimeter groß und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm. Nachwuchs gibt es bei den Zwergziegen mehrmals im Jahr, da sich die Tiere das ganze Jahr über paaren. Die Tragezeit beträgt fünf Monate und die Ziegen werfen je Geburt ein bis zwei Junge.

Quelle: PM Zoo Heidelberg