Zoo Heidelberg

Riesenschildkröte beim Wiegen - Foto: Zoo Heidelberg

Riesenschildkröte beim Wiegen – Foto: Zoo Heidelberg

Der Zoo Heidelberg gehört zu den größeren zoologischen Einrichtungen Deutschlands. Er wurde im Jahre 1933 u.a. vom Nobelpreisträger Prof. Dr. Carl Bosch als Kurpfälzischen Tiergarten mit Vogelwarte gegründet. Zunächst beschränkte sich man im Tierbestand auf kleinere Arten und Vögel mit Ausnahme von Rotwild, einem Kamel, zwei Bären und 20 Affen.
Seine dunkelste Stunde erlebte der Zoo dann aber am 22. März 1945 als er durch Fliegerbomben fast vollständig zerstört wurde und viele Tiere starben oder erschossen werden mussten, da ihre Gehege zerstört waren. Lange blieb unklar ob der Zoo wieder hergestellt werden sollte, doch man entschloss sich ihn zu erhalten. Aber erst ab 1955 konnte man genug Geld generieren um wieder neue Tiere anzuschaffen und moderne Tierhäuser zu bauen.
Der Zoo Heidelberg bietet in seinem Tierbestand einen guten Querschnitt der Tierwelt dieser Erde. Teils auf großzügigen Gemeinschaftsanlagen kann der Zoogast einen guten Einblick in das Leben der Tiere gewinnen. Eine Besonderheit stellt die Haltung der einzigen reinen Junggesellenherde bei den Asiatischen Elefanten in Europa dar. Da man die Bullen während der Pubertät nicht mit erwachsenen Tieren zusammen halten kann, nimmt der Zoo Heidelberg hier vorübergehend die Jungbullen vieler europäischen Zoos auf.
Heute leben im Zoo Heidelberg auf über 10 Hektar etwa 1.400 Tiere in mehr als 170 Arten.

Roloway-Meerkatzen-Nachwuchs - Foto: Zoo Heidelberg/P.Medan

Foto: Zoo Heidelberg

Tierische Veranstaltungen

Regelmäßige Schaufütterungen bei Pelikanen, Stachelschweinen, Waschbären und Raubtieren bieten den Zoogästen einen guten Einblick in Leben und Speiseplan der Zoobewohner. Den Robben kann man neben der Fütterung auch beim täglichen Training zu sehen. Regelmäßige Veranstaltungen, wie etwa Workshops und Ausstellungen runden das Angebot ab.

Rotbauchmakis - Foto: Zoo Heidelberg

Foto: Zoo Heidelberg

Tierische Stars

Der Zoo Heidelberg beheimatet eine ganze Reihe äußerst seltener Tierarten. Als einziger Zoo Deutschlands hält man etwa in Heidelberg den Emin-Schwarzschnabelturako, den Indischen Mungo und das Pallas-Schönhörnchen. Besonders selten wird auch der Grünarassari, der Schopfhirsch, die Goldkatze, die Roloway-Meerkatze, und der Rotbauch-Maki aus Madagaskar gezeigt. Zudem sollten die Asiatischen Löwen, der madagassische Fossa und der Riesenseeadler erwähnt werden.

Foto: Zoo Heidelberg

Foto: Zoo Heidelberg

Tierisch nah dran

Ein Highlight ist das begehbare Küstenpanorama, in dem der Zoogast frei fliegende Vögel erleben kann, die eigentlich an der deutschen Nordseeküste heimisch sind. Auch die begehbare Südamerika-Voliere ist ein Erlebnis, hier kann man Faultieren, Sonnenrallen und dem Guirakuckuck begegnen. Zudem kann man im Affenhaus neben den Menschen- und anderen Affen frei laufende Weißkopf-Büscheläffchen entdecken.

 

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