Zoo Landau arbeitet mit neustem Software-Programm zur Zootierbestandsverwaltung

Die Landauer Zooverwalterin, Dipl. Biol. Dr. Christina Schubert, bei der Arbeit mit dem neuen Zootierverwaltungsprogramm „ZIMS“. – Foto: Zoo Landau

Jeder wissenschaftlich geleitete Zoo ist verpflichtet, eine lückenlose Tierkartei zu führen und gegenüber Aufsichtsbehörden jederzeit Auskunft über seinen aktuellen Tierbestand geben zu können. In der Kartei wird die Lebensgeschichte eines jeden Zootieres vom Tag der Geburt bis zu seinem Tod dokumentiert. Kennzeichen wie Mikrochip-Transponder, Ohrmarken und Namen werden ebenso registriert wie Daten zur Zucht, tierärztliche Behandlungen oder auch Gewichtsdaten. Die Mehrzahl anerkannter Zoos, darunter der Zoo Landau, ist schon seit längerem weltweit vernetzt, um auch Tiertransfers, die ggf. im Rahmen der koordinierten Zuchtbemühungen stattfinden, zu erfassen.

Zoomitarbeiter haben über die Internetplattform der Firma ISIS (International Species Information System) die Möglichkeit, weltweit Einsicht in diese Daten zu erhalten. Und auch für die Öffentlichkeit bietet dieses System z.T. auch Einblicke in den Gesamttierbestand der Zoos, um für größtmögliche Transparenz zu sorgen. Das bisherige Tierbestandsverwaltungsprogramm der Zoos wurde nun einer sehr aufwendigen Weiterentwickelung unterzogen und wesentlich verbessert. Der Zoo Landau in der Pfalz ist seit Anfang Juni einer der ersten 10 Zoos in Deutschland, die dieses optimierte und benutzerfreundlichere Programm zur Führung der Tierkartei nutzen. Das neue Programm „ZIMS“ (Zoological Information Management System) ist internetbasiert und bietet so die Möglichkeit, nicht mehr nur vom lokalen Rechner sondern von jedem Computer der Welt oder dem Smartphone aus auf die Daten zuzugreifen.
Dankenswerter Weise ermöglichte der Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. dem Zoo Landau durch die Übernahme der Anschaffungskosten die schnelle Umstellung auf das neue Sofware-System. Schließlich ist es nicht nur wichtig, beim Neubau und der Umgestaltung von Tiergehegen, die vom Freundeskreis getragen werden, mit der Zeit zu gehen, sondern auch in der Verwaltung, Anschluss an die Neuerungen der digitalen Welt zu erhalten.

Quelle: PM Zoo Landau