Zoo Landau stellt Veranstaltungsprogramm 2016 vor

Bolivianischer Totenkopfaffe - Foto: Zoo Landau

Bolivianischer Totenkopfaffe – Foto: Zoo Landau

Am 19. Januar 2016 wurde das neue Jahresprogramm des Zoo Landau in der Pfalz im Rahmen eines Pressegesprächs in der Zooschule den Vertreterinnen und Vertretern der Medien vorgestellt. „Wilde Vielfalt bei uns und anderswo“ lautet 2016 das gemeinsame Motto der Veranstaltungen von Zoo, Zooschule und Zoo-Freundeskreis. Angelehnt ist das Jahresthema auch in diesem Jahr an die Arten- und Umweltschutzkampagne der Europäischen Zoo- und Aquarienvereinigung (EAZA), die mit dem Thema „Let it grow“ (Lasst es wachsen) auf den Schwund der Biologischen Vielfalt weltweit und die Handlungsmöglichkeiten jedes Einzelnen auch „vor der eigenen Haustür“ hinweisen möchte.

Zoodezernent und Beigeordneter Rudi Klemm begrüßte die Anwesenden und dankte den Mitarbeitern des Zoos, der Zooschulleitung und dem Vorsitzenden des Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. für die Zusammenstellung eines erneut sehr abwechselungs- und umfangreichen Veranstaltungsprogramms. Rückblickend auf das Jahr 2015 sagte Klemm: „Die Landesgartenschau, als Highlight am südlichen Rande der Stadt, hat mit ihren zahlreichen Veranstaltungen sicher auch ein Stück weit Konkurrenz zum letztjährigen Zooprogramm geboten. Umso schöner, dass der Zoo 2015 dennoch mit dem sehr guten Ergebnis von über 160.00 zahlenden Besuchern abschließen konnte.“ Zudem äußerte er die Hoffnung, dass von der LGS gute Werbung ausging, von der nun im Folgejahr auch der Zoo profitieren könne. Zu seinen ganz persönlichen Highlights im Jahresprogramm, erklärte der die erneut stattfindenden Zoo-Jugendspiele, die sogenannte Traumnacht für schwer kranke und behinderte Kinder und deren Familien sowie das Zoo-Sommerfest.

Zoodirektor Dr. Jens-Ove Heckel erläuterte mit Bezug auf das Jahresmotto, warum Biodiversität, also die Vielfalt an Arten, Genen und Lebensräumen, so wichtig auch für das Überleben des Menschen ist. Er betonte, dass im Zoo Landau nicht nur viele gefährdete exotische Tiere als Botschafter für ihren bedrohten Artgenossen gepflegt werden, sondern dass das Parkgelände auch heimischen Arten, wie zahlreichen Singvögeln, Mauereidechsen, Wildbienen und vielen anderen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum diene. Mit drei größeren Bauprojekten werde in diesem Jahr der Landauer Zoo noch bessere und attraktivere Haltungsbedingungen für die Tiere des Streichelzoos und die südamerikanischen Waldhunde schaffen. Aber auch neue, ganz besonders bedrohte Vogelarten werden im Zoo Landau bald eine neue Heimat finden. Maßnahmen, die alle u.a. auch vom Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. und teilweise durch einen Landeszuschuss finanziell gefördert werden. „Was im Zoo Landau in diesem Jahr zum Jahresthema angeboten wird, kann nur in der bewährten, guten Kooperation mit der Zooschule Landau, dem Freundeskreis des Landauer Tiergartens e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V., DGHT, gelingen“, sagte Heckel.

Zooschulleiterin Dr. Gudrun Hollstein präsentierte das umfangreiche Aktionsprogramm der Zooschule und rückte vor allem die am 18. Und 19. Mai zum zweiten Mal im Zoo stattfindenden „Zoojugendspiele“ in den Fokus. 20 vierte Klassen aus Landau und der Umgebung werden hier ihr Wissen zum Thema Bedeutung, Bedrohung und Schutz der Artenvielfalt testen. Ziel dieses Projektes ist es, jährlich einen Jahrgang junger Schüler zu motivieren, sich mit einem weltweiten Schlüsselproblem intensiv zu befassen und außerdem mehr über die wichtige Rolle der wissenschaftlich geführten Zoos im weltweiten Artenschutz zu erfahren. Die Landauer Zooschule hatte dieses Projekt im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und wurde hierfür 2015 u.a. mit dem Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. „Die Themen Umwelt- und Artenschutz sind natürlich auch im regulären Zooschulangebot, den Führungen für alle Schul- und Altersklassen, dem Kindergeburtstags- und Ferienprogramm der Zooschule im Fokus,“ erläuterte Hollstein. Neu im Programm der Zooschule sind in diesem Jahr drei Themenwochen für die Jahrgangsstufen drei bis sechs, in denen besonders aufwändig gestaltete Programme zu den Themen Bionik, Wunderwelt Bach und Philosophieren mit Kindern angeboten werden. Der Rotary Club Landau sponsert in diesem Jahr erneut ein Outdoorcamp für Jugendliche und außerdem das im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Programm „Sprachförderung für Kita-Kinder“. Ebenfalls neu ist ein Familien-Nachmittag mit Bilderbuchkino anlässlich des bundesweiten Vorlesetages im November. Weiter fest im Programm der Zooschule verankert sind die abendlichen Zooführungen für Kinder und Familien, das inklusive Abenteuer-Nachtlager, die Kinder-Uni, die Waldgeisternacht und das gemeinsame Projekt mit dem „Forum Demenz“ unter dem Motto „Demenzkranke Menschen und ihre Begleiter erleben Tiere im Zoo“.

Sanitätsrat Dr. Helmuth Back, Vorsitzender des Freundeskreises des Landauer Tiergartens e.V., dankte zunächst den Vertretern der Medien für die letztjährig umfangreiche Berichterstattung anlässlich des 40jährigen Vereinsbestehens. „Auf den Lorbeeren vergangener Jahre wollen wir uns aber keinesfalls ausruhen,“ so Back. Denn der Freundeskreis wird in diesem Jahr auch wieder zahlreiche Veranstaltungen des Zoos tatkräftig unterstützen. Mit einer Aktion des Freundeskreises am 13. Februar, bei dem Familien eingeladen sind, im Zoo gemeinsam Nistkästen für den eigenen Garten zu bauen und so aktiv etwas für den Erhalt der Biodiversität vor der eigenen Haustür zu tun, startet das Programm. Der Freundeskreis organisiere auch 2016 wieder eine Tagesfahrt, diesmal in den Opel-Zoo in Kronberg sowie eine Mehrtagesfahrt nach Pilsen und Prag.

Zoodirektor Dr. Heckel schloss mit einem Dank an die Medienvertreter und die Kooperationspartner und freut sich auf ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Zoo-Jahr 2016.

Quelle: PM Zoo Landau