Zoo Leipzig: 2. Orang-Utan-Geburt in diesem Jahr

Foto: Zoo Leipzig

Geburt zum Schulanfang bei den Orang-Utans: Gerade einmal 10 Minuten dauerte die Geburt des zweiten Jungtieres bei Orang-Utan-Weibchen Padana am Samstagmorgen. Unruhig und in den Wehen sich befindend empfing das 20 Jahre alte Weibchen die Tierpfleger am Morgen, die sich daraufhin entschlossen, Padana im Schlafgehege zu lassen. Nur kurze Zeit später hielt Padana ihr Baby bereits in den Armen. Als erfahrene Mutter umsorgte Padana ihren Nachwuchs sofort und seitdem vorbildlich und liebevoll. Die ersten Trinkversuche konnten die Pfleger noch am selben Tag beobachten. „Das Kleine macht einen gesunden, stabilen und munteren Eindruck, schläft viel und hält sich sehr gut am Bauch der Mutter fest. Wir drücken die Daumen, dass sich das zweite Orangbaby in diesem Jahr genauso so gut entwickelt wie die anderen Menschenaffenkinder bei den Gorillas, Bonobos und Schimpansen. Die Besucher können bei uns einen wahren Affenkindergarten erleben“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. Vater des Neuankömmlings und Oberhaupt der nunmehr achtköpfigen Gruppe ist der 36 Jahre alte Bimbo, der bereits fünfmal für Nachkommen in Leipzig sorgte. In den nächsten Tagen werden Mutter und Kind für die Besucher zeitweise auf der Innenanlage zu sehen sein.

Die letzte Geburt bei den „Baummenschen“ fand erst am 25. März 2017 statt. Orang-Utan-Weibchen Raja (geb. 26.09.2003 in Leipzig) sorgte mit ihrem Sohn Martok für den ersten Orang-Nachwuchs. „Nachzuchten bei den hochbedrohten Orang-Utans geben immer Anlass zur Freude. Die Bestandszahlen freilebender Orangs auf Borneo und Sumatra sind besorgniserregend. Umso wertvoller ist jede Nachzucht in Zoos“, ordnet Junhold den erneuten Zuchterfolg ein.

Orang-Utan-Weibchen tragen circa neun Monate und gebären meist ein Jungtier. Sie sind dafür bekannt, sich äußert fürsorglich und bis zu sieben Jahre um ihre Zöglinge zu kümmern. Die asiatischen Primaten haben damit auch die geringste Reproduktionsquote unter allen vier Menschenaffenarten. In den letzten Jahren hat sich die Population auf den Inseln Borneo (nach Schätzungen 54.000 Tiere) und Sumatra (14.000 Tiere) trotz intensiver Schutzmaßnahmen stark reduziert. Generell sind die fortschreitenden Lebensraumzerstörungen durch Brandrodungen und Wilderei dafür verantwortlich.

Quelle: PM Zoo Leipzig