Zoo Leipzig: Gorillaweibchen nach Rostock abgegeben

Abeeku – der neue Chef. Foto: Zoo Leipzig

Abeeku ist seit wenigen Wochen Chef der Gorillas in Pongoland im Zoo Leipzig. Der neue Silberrücken hat sich gut in die Gruppe eingelebt und Position eins in der Rangordnung erobert. Die Weibchen haben den Neuzugang akzeptiert. Er ist seither regulär auf der Innenanlage von Pongoland zu sehen. Einzige Ausnahme bei der erfolgreichen Vergesellschaftung bildet die 4,5-jährige Zola. Sie hat sich zu keinem Zeitpunkt untergeordnet und Abeeku fortwährend provoziert. Nach ernsthaften Auseinandersetzung und anhaltend aggressivem Verhalten Abeekus gegenüber Zola bestand die Gefahr, dass das Gorillaweibchen bei einer weiteren Zusammenführung ernsthafte bis tödliche Verletzungen erleiden könnte.
Um das zu vermeiden, wurde gemeinsam mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms entschieden, keine weiteren Versuche zur Integration von Zola zu unternehmen. Um sie nicht einzeln halten zu müssen, wurde sie an den Rostocker Zoo abgegeben. Dort lebt sie künftig gemeinsam mit ihrem Vater Gorgo und dem Weibchen Bebe, die bereits im Sommer von Leipzig in den Norden umgezogen sind und bis dahin mit Zola gemeinsam in einer Gruppe gelebt haben. „Bei der Vergesellschaftung eines neuen Silberrückens kann es dazu kommen, dass Jungtiere des Vorgängers getötet werden, um sich selbst schnellstmöglich fortpflanzen zu können. Für Zola ist Rostock die bestmögliche Alternative, weil sie dort mit den beiden, ihr bekannten, Artgenossen zusammenleben kann“, erklärt Kurator Gerd Nötzold.

Quelle: Zoo Leipzig