Zoo Leipzig: Komplikationen beim Elefantennachwuchs – große Sorgen

Foto: Zoo Leipzig

Der Elefantennachwuchs – Foto: Zoo Leipzig

Große Sorgen im Elefantentempel Ganesha Mandir im Zoo Leipzig: Der Nachwuchs von Elefantenkuh Hoa hat auch 30 Stunden nach der Geburt nur wenig getrunken und ist bislang nicht gelaufen. Dies hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold heute im Rahmen eines Pressegespräches verkündet. Eine Röntgenuntersuchung am Nachmittag hat nun ergeben, dass das Jungtier eine Fraktur des rechten Oberschenkels hat.

Die Verletzung stammt vermutlich von den ersten Minuten nach der Geburt, in denen die ausgewachsenen Kühe versucht haben, das Kalb wie bei Elefanten üblich zu aktivieren und zum Aufstehen zu motivieren. Nach einer ersten Auswertung der Röntgenbilder handelt es sich um einen operablen Knochenbruch, der morgen Nachmittag operiert werden soll. „Unser Team hat von der Vorbereitung auf die Geburt über die Betreuung bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt alles unternommen, um den Verlauf optimal zu gestalten. Jetzt benötigen wir dringend externe Unterstützung und sind froh, dass uns erfahrene Spezialisten helfen“, sagt der Zoodirektor und ergänzt: „Die Lage ist sehr ernst und der Ausgang offen. Es kann sein, dass es trotz allem kein Happy End gibt.“

Bis morgen komme es nun darauf an, das Jungtier zu stabilisieren und bei Kräften zu halten, so dass der geplante Eingriff durchgeführt werden kann. Zusammen mit den Spezialisten des Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wird das Team des Zoo Leipzig mit intensivmedizinischen Maßnahmen versuchen, das Jungtier zu ernähren.

Hoa konnte bereits gemolken werden, um die wichtige Muttermilch für den Nachwuchs zu gewinnen.

Die Geburt fand auf der Innenanlage des Elefantentempels statt und hatte nur wenige Minuten gedauert. Das Jungtier war dann vorsorglich separiert und mit Blickkontakt zu Hoa betreut worden. In der Folge versuchte das Pflegerteam, Mutter und Kind zusammenzuführen. Da das Jungtier nicht selbstständig läuft, ist der Prozess nun unterbrochen und der Nachwuchs wird bis morgen separat stabilisiert, um die notwendigen Voraussetzungen für die Operation zu schaffen.

Quelle: PM Zoo Leipzig