Zoo Leipzig leitet Zivil- und strafrechtlich Schritte gegen PETA e. V. ein

Eingang Zoo Leipzig – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Zoo Leipzig wehrt sich gegen haltlose Vorwürfe –
Zivil- und strafrechtlich Schritte gegen PETA e. V. eingeleitet

Der Zoo Leipzig hat am Mittwochnachmittag zivil- und strafrechtliche Schritte gegen die Tierschutzorganisation PETA e. V. eingeleitet. PETA hatte am vergangenen Freitag beim Leipziger Veterinäramt vorsorglich eine Anzeige gegen eine unbekannte Zoomitarbeiterin wegen des Verdachts auf Zoophilie erstattet, nachdem eine Anruferin namens Lena in der WDR-Talksendung Domian am 30. Januar ihre sexuellen Gefühle für einen Affen gestanden hatte. „Die von PETA erhobenen Vorwürfe sind vollkommen gegenstandslos und entbehren jeglicher Grundlage. Deshalb haben wir uns entschieden, sowohl eine Abmahnung als auch eine Strafanzeige gegen PETA auf den Weg zu bringen“, erläutert Leipzigs Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.

Der Zoo Leipzig beschäftigt weder eine Mitarbeiterin mit dem Namen Lena, noch hat er im letzten Jahr einen dreijährigen Schimpansen mit dem Namen Alex erhalten. Außerdem haben die Tierpfleger des Zoos keinen direkten Kontakt zu den in Pongoland lebenden Menschenaffen. „PETA hat zu keinem Zeitpunkt ihrer Recherche beim Zoo Leipzig nachgefragt, sondern ihre Vermutungen sofort öffentlich gemacht und damit eine Falschmeldung billigend in Kauf genommen“, ergänzt Prof. Dr. Junhold. Mit den rechtlichen Schritten möchte sich der Zoo Leipzig gegen derartige rufschädigende Aktionen wehren.

Die vermeintliche Anruferin Lena hat sich zwischenzeitlich in einem Online-Forum zu erkennen gegeben und zugegeben, dass der Inhalt des Anrufs nicht wahrheitsgemäß, sondern vollkommen frei erfunden war.

Quelle: PM Zoo Leipzig