Zoo Leipzig lüftet Geheimnis: Gorillajungtier ist ein Mädchen

Foto: Zoo Leipzig

Nach vierwöchigem Rätselraten konnten die Pfleger von Pongoland nun eindeutig das Geschlecht des am 4. Dezember 2016 geborenen Gorillajungtieres feststellen: Es ist ein Mädchen. Der zweite Nachwuchs von Gorillaweibchen Kibara (12 Jahre) hat sich seit der Geburt gut entwickelt, trinkt ausreichend, wird von der Mutter liebevoll umsorgt und zeigt bereits Interesse an seiner Umwelt. Auch Halbschwester Diara, die im Jahr 2014 zur Welt kam und stets ausgelassen über die Anlage tobt, versucht beständig Kontakt zur der Kleinen aufzunehmen. Doch Mutter Kibara lässt dies noch nicht zu. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis Diara und Kibaras Jungtier in Interaktionen zueinander treten können. Ungefähr in einem Jahr werden beide miteinander spielend zu sehen sein“, blickt Bereichsleiter Frank Schellhardt in die Zukunft. In den nächsten Wochen findet in alter Tradition gemeinsam mit den Mitarbeitern des Max-Planck-Institutes die Namensfindung für Kibaras Schützling statt. Es handelt sich um das 6. Gorillajungtier in der Geschichte der 2001 eröffneten Menschenaffenanlage.

Insgesamt konnte sich der Zoo Leipzig in den letzten 15 Jahren über 32 Nachzuchten bei den vier hochbedrohten Primatenarten freuen. In jüngster Zeit sorgten Schimpansenweibchen Swela, Schimpansin Kihsa (2016) und Bonobodame Lexi (2016) für erneuten Nachwuchs. Azibo (geb. 04/2015), Ohini (03/2016) und Tayo (07/2016) sind ordentlich gewachsen und erfreuen Besucher und Pfleger gleichermaßen bei ihren täglichen Spieleinheiten auf den Innenanlagen von Pongoland. Vor allem in der Winterzeit ist das Haus für Menschenaffenliebhaber eine wahre Oase, um die nächsten Verwandten ausgiebig zu beobachten.

Alle vier Menschenaffenarten werden von der Vereinten Naturschutzunion (IUCN) als stark bedroht bzw. vom Aussterben bedroht auf der Roten Liste geführt. Die jüngsten Bestandsentwicklungszahlen in den jeweiligen Verbreitungsgebieten zeigen deutlich, wie illegaler Handel, Bushmeat und die Lebensraumzerstörung sich dauerhaft nachteilig auf das Leben der Tiere auswirken.

Quelle: PM Zoo Leipzig