Zoo Leipzig: Rückschau 2013 und Ausblick 2014

Nashornjungtier Samia – Foto: Zoo Leipzig

Zuchterfolge und Masterplan prägen 2013
Neue Projekte im kommenden Jahr 

Im Rahmen der heutigen Jahres-Pressekonferenz hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das auslaufende Jahr 2013 für den Zoo Leipzig eingeschätzt: „Der Zoo Leipzig hat ebenso wie zahlreiche andere Akteure der Freizeitbranche aufgrund der Wetterextreme kein einfaches Jahr durchlebt, aber dank des großen Einsatzes des gesamten Teams dennoch ein gutes Ergebnis erreicht. Die Zuchterfolge bei bedrohten Arten wie dem Schabrackentapir, dem Spitzmaulnashorn und kürzlich dem Westlichen Flachland-Gorilla sowie die Fortschritte bei der Realisierung des Masterplanes Zoo der Zukunft haben das Jahr mitgeprägt.“ Die Gesamterlöse im Jahr 2013 liegen voraussichtlich bei etwa 27,2 Millionen Euro. Rund 1,85 Millionen Besucher werden bis zum Jahresende zu Gast gewesen sein.
Auch auf internationaler Ebene war der Zoo Leipzig aktiv: Die erfolgreiche internationale Zusammenarbeit mündete zum einen in zahlreichen Tiertransporten, wie den Import von vier Lippenbären aus Indien für das Europäische Erhaltungs-zuchtprogramm, wodurch die genetische Variabilität des europäischen Bestandes vergrößert werden konnte. Zum anderen hat Zoodirektor Prof. Jörg Junhold als Präsident des Weltverbandes der Zoos und Aquarien (WAZA) wichtige Impulse für die Entwicklung des globalen Populationsmanagements und einer Welt-Tierschutz-Strategie gegeben.

Neue Wege im Umwelt-Management

Der Zoo Leipzig wird das eigene Handeln gemäß seiner Philosophie Der Natur auf der Spur künftig noch intensiver unter dem Fokus des zeitgemäßen Umweltschutzes analysieren. In 2014 wird ein Umwelt-Management-System aufgebaut, das noch im selben Jahr gemäß der EU-Verordnung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) von einem externen Gutachter geprüft werden soll. Transparenz in Fragen des Umweltschutzes durch eine jährliche Umwelterklärung, die Erschließung von Effizienz und Kostensenkungspotentialen sowie die Ressourcen schonende Entwicklung des Unternehmens gehören zu den damit verbundenen Zielen. „Als Zoo der Zukunft sehen wir uns in der Pflicht, uns auch im Bereich des Umweltschutzes an internationalen Standards zu orientieren und entsprechend zu handeln“, erklärt Prof. Jörg Junhold.

Ausblick 2014

Das kommende Jahr wartet mit zwei Eröffnungen auf: Zoobesucher können sich bereits zum Start der Sommersaison im März auf das neue Leoparden-Tal freuen. Dort werden künftig die vom Aussterben bedrohten Amurleoparden leben. Zum Start der sächsischen Sommerferien soll im Juli zudem der neue Ausgangsbereich mit einer begehbaren Flamingolagune fertiggestellt und eröffnet werden. Zahlreiche Veranstaltungen wie das Pfingstspektakel, die Dschungelbuch-Inszenierungen des Schauspiel Leipzig, das Kabarett der Funzel, die Dschungelnacht und das Halloween-Gruselspektakel setzen im Jahresverlauf zusätzliche Höhepunkte für die Zoobesucher.
Parallel dazu werden in 2014 bereits die nächsten Masterplanprojekte begonnen, damit die Nashörner in der Kiwara-Kopje ein neues Zuhause bekommen und die historische Bärenburg im Zentrum des Zoogeländes, auf der die Tierhaltung eingestellt wurde, zu einem Abenteuerspielplatz und Bärenburg-Café wird. Hinsichtlich der Fortschritte bei der Realsierung des Masterplanes schätzt Prof. Jörg Junhold ein: „Wir sind auf unserem Weg zum Zoo der Zukunft bereits ein gutes Stück vorangekommen und freuen uns auf die bevorstehenden Eröffnungen. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass mit den ausstehenden Projekten noch viel Arbeit vor uns liegt, um auch in den verbleibenden Bereichen einerseits dem verantwortungsvollen Umgang mit den uns anvertrauten Tieren und andererseits den Erwartungen der Besucher gerecht zu werden.“

Quelle: PM Zoo Leipzig