Zoo Neuwied: Nachwuchs bei den Erdmännchen

Nicht nur im Zoo Neuwied gehören sie zu den absoluten Besucherlieblingen: Die Erdmännchen. „Dadurch, dass diese Tiere sozial in Familiengruppen leben und tagsüber sehr aktiv sind, ist hier fast immer was los. Bei kaum einer anderen Tierart lassen sich so viele Verhaltensweisen beobachten“, weiß Zoopädagogin Franziska Waked. „Und dass sie bei vielen Dingen so menschlich auf uns wirken, macht sie besonders sympathisch. Sie streiten sich, sie kuscheln miteinander, und sie schlafen auch manchmal in der Sonne im Sitzen ein und kippen dann langsam zur Seite. Damit kann sich sicher der ein oder andere Zoobesucher identifizieren“, lächelt die Biologin.

Passend zum Ende des Lockdowns haben die Erdmännchen Nachwuchs bekommen. Nachdem sie die ersten Lebenswochen im sicheren Bau verbracht haben, lassen sie sich seit vergangener Woche immer häufiger auf der Anlage blicken. Dort beobachten sie die älteren Tiere genau, und lernen, was ein Erdmännchen alles können muss: Feste Nahrung fressen, buddeln und nach Feinden Ausschau halten. „Die Ausbildung der Jungtiere ist bei den Erdmännchen nicht allein Sache der Elterntiere“, erklärt Kurator Max Birkendorf. „Die ganze Familie packt hier mit an, und vor allem die älteren Geschwister sind gute Vorbilder für die Kleinen – auch, was das Raufen angeht“.

Das spielerische Raufen erfüllt für die aus dem Süden Afrikas stammenden Tiere tatsächlich eine wichtige Funktion: So werden die Muskeln gekräftigt und Bewegungsabläufe wie auch der Einsatz der Zähne trainiert, in der Natur eine grundlegende Voraussetzung für das erfolgreiche Überwältigen von Beutetieren, wie zum Beispiel kleinen Echsen oder giftigen Skorpionen. „Da die Erdmännchen so niedlich aussehen, wird oft übersehen, was sie in Wahrheit sind: nämlich Raubtiere“, betont Franziska Waked.

Quelle: PM Zoo Neuwied

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