Zoo Osnabrück: Mantelpavianbaby und Flachlandluchs sind da

Foto: Zoo Osnabrück / Martina Hümmer

Drei Tage ist das neugeborene Mantelpaviankind in der afrikanischen Tierwelt „Takamanda“ des Osnabrücker Zoos erst alt und trotzdem ist es für Besucher bereits gut zu sehen: „Schon kurz nach der Geburt kann sich das Jungtier, dank des angeborenen Greifreflexes, am warmen und sicheren Bauch seiner Mutter festhalten. Sie trägt den Nachwuchs die ganze Zeit mit sich herum und das Kleine ist mit seinem dunklen Fell gut zu erkennen“, erklärt Revierleiter und Tierpfleger Wolfgang Festl. „Nach einigen Wochen klettert es dann auf den Rücken der Mutter und kann von dort seine Umgebung und die Artgenossen beobachten – so lernt es das Verhalten, die Mimik und die Gestik der anderen.“ Das sei wichtig für das spätere Zusammenleben, denn Mantelpaviane sind sehr soziale Tiere, die in Verbänden von bis zu 150 Individuen umherziehen. Die 40 Mantelpaviane in Osnabrück leben in drei so genannten Haremsgruppen, die jeweils von einem männlichen Tier, dem Haremsführer, geleitet werden. Besucher können die Chefs gut erkennen, denn
sie tragen einen auffälligen silberfarbenen Fellmantel. Welchem Harem das Jungtier angehört und welches Geschlecht es habe, sei momentan noch nicht bekannt, so Festl weiter.

Europäische Flachlandluchse in „Kajanaland“
Auch in der nordischen Tierwelt „Kajanaland“ gibt es einen neuen Bewohner: Luchsdame Leonie hat endlich einen Partner erhalten, denn Kater Veli reiste Ende September aus dem Gaiapark in Kerkrade (Niederlande) an. Noch halten sie höflich Distanz: Veli liegt am liebsten auf dem Waldboden, während Leonie auf ihrem Horst in den Bäumen thront. Klumpe berichtet: „Die beiden verstehen sich aber immer besser und Veli hat Leonie inzwischen schon einige Male auf ihrem Horst besucht. Wir hoffen, dass das Paar auch bald Nachwuchs bekommt, wenn die beiden im nächsten Frühjahr geschlechtsreif werden.“ In „Kajanaland“ lebten bis Frühjahr 2013 noch Karpatenluchse – mit Leonie und Veli wechselte der Zoo auf Europäische Flachlandluchse.

Den Zoo verlassen hat Gibbonweibchen Carusa. Die Tochter von Vater Otti und Mutter Lenchen war hier im Zoo geboren und wird nun im Alter von sieben Jahren eine eigene Familie gründen. Dafür reiste sie vergangene Woche in das polnische Wroclaw, wo sie gut angekommen ist und ihren neuen Partner bereits kennen gelernt hat.

Zoo Osnabrück am kommenden Sonntag geöffnet
Der Zoo Osnabrück ist am Sonntag, 27.10.2013, nicht mehr von der Bombenentschärfung in den Stadtteilen Nahne und Sutthausen betroffen und hat von 8 bis 17:30 Uhr geöffnet. Da allerdings die Bundesautobahn 30 zwischen den Abfahrten Sutthausen und Nahne gesperrt bleibt, müssen Anreisende aus Richtung Münster über die Ausfahrt Hellern und durch die Innenstadt oder über die Bundesstraße 68 fahren.

Quelle: PM Zoo Osnabrück