Zoo Osnabrück: Nachwuchs bei den Tüpfelhyänen

Foto: Zoo Osnabrück / Birgit Strunk

Bei den Tüpfelhyänen im Zoo Osnabrück scheint Weibchen Lulonga erstmals erfolgreich Nachwuchs großzuziehen. Seit der Eröffnung der Afrikalandschaft Takamanda im Sommer 2010 wartete das Zooteam gespannt auf kleine Hyänenbabys.

„Für junge Hyänenmütter muss die Geburtsphase vollkommen störungsfrei ablaufen, sonst fühlen sie sich schnell gestresst – deswegen ist die Nachzucht bei Hyänen sehr schwierig“, erläutert Wolfgang Festl, Revierleiter in der Afrika-Tierwelt Takamanda im Zoo Osnabrück.

Doch nun hat es endlich geklappt: Fünf Wochen ist das Jungtier inzwischen alt und erkundet bei schönem Wetter immer selbstständiger das Gehege. „Es kuschelt aber auch noch gerne an Mutter Lulongas Bauch in einer Höhle oder wird von ihr herumgetragen“, so Revierleiter Wolfgang Festl.

Foto: Zoo Osnabrück / Birgit Strunk

Kindererziehung ist bei Hyänen absolute Frauensache: „Hyänenweibchen sind sehr dominant und Männchen dürfen sich ihnen und ihren Jungtieren nur in sehr seltenen Fällen nähern. Das Regiment führen bei den Hyänen wahre Frauen-Clans“, so Festl. „Sehen Besucher Vater Badu unruhig am Rand des Geheges auf und ab gehen, können sie davon ausgehen, dass das Jungtier draußen unterwegs ist. Der Vater darf dem Kleinen dann nicht zu nahe kommen.“

Die Tierpfleger haben die kleine Hyäne „Balai“ getauft; ob es aber Junge oder Mädchen ist, weiß Festl noch nicht: „Wir müssten das Jungtier in die Hand nehmen und das Geschlecht erfühlen.Das ist derzeit jedoch nicht möglich, wir wollen Mutter und Kind nicht gefährden“, erklärte der Revierleiter. Besucher können Balai inzwischen gut beobachten – so wurde das Jungtier schon vormittags im Gehege gesichtet.

Quelle: PM Zoo Osnabrück