Zoo Osnabrück setzt auf Sonnenenergie

Sonnen-Energie für Dickhäuter: Auch auf dem Dach des Elefantenhauses stehen Photovoltaik-Anlagen (Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann, Sunos Solarpower-Geschäftsführer Frank Hemme v.l.n.r.). – Foto: Zoo Osnabrück / Lisa Josef

Zwar stehen die Photovoltaik-Module bereits seit Ende 2011 auf fünf Dächern des Osnabrücker Zoos, aber nach dem ersten Sommer seit der Installation hat der Zoo Gewissheit: Die Entscheidung für Strom aus Sonnenenergie lohnt sich.

Osnabrück, 13.09.2012. „Da der Zoo sich selbst finanzieren muss, die Tierhaltung viel Energie benötigt und Strom immer teurer wird, sind wir schon lange auf der Suche nach alternativen, regenerativen
Energiegewinnungsformen“, berichtete Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. Als er Ende letzten Jahres mit der Firma Sunos Solarpower, einem Systemanbieter für Photovoltaik, in Kontakt kam, stand für Busemann schnell fest, dass der Zoo mithilfe der Sonne Strom für den Eigenbedarf produzieren will. Die Firma Sunos Solarpower prüfte zunächst, welche Zoodächer überhaupt im Hinblick auf Statik und Sonnenbestrahlung für Photovoltaik-Module geeignet sind. Da es im Zoo viele Schattenbereiche gibt, fiel die Wahl auf fünf Gebäude: den alten und neuen Wirtschaftshof, das Elefantenhaus, das Südamerikahaus und das Warzenschweinhaus.

So entstand die größte Photovoltaik-Anlage im Stadtgebiet Osnabrück, die ausschließlich auf Eigenverbrauch ausgelegt ist, wie Frank Hemme, Geschäftsführer der Firma Sunos Solarpower, erklärte: „Zusammen kommen die Anlagen im Wert von über 160.000 Euro auf circa 600 Quadratmeter Fläche und
können mit 60 Kilowattpeak, der Maßeinheit für die elektrische Leistung, bis zu 50.000 Watt pro Stunde produzieren. Mit dem so hergestellten Strom könnten 12 Haushalte im Jahr versorgt werden.“ Jedoch speist der Zoo keine einzige Kilowattstunde in das öffentliche Netz ein, sondern nutzt den Strom dort, wo er produziert wird. Die Zoo-Anlagen seien damit laut Hemme ein Musterbeispiel für eine dezentrale Stromversorgung. Die lohne sich auch, denn in circa neun bis zehn Jahren werden sich die Module, die eine
Lebensdauer von mindestens 25 Jahren vorweisen, rentiert haben. „Wir sind stolz, dass wir in einer überregional so bekannten Einrichtung wie dem Zoo Osnabrück die Photovoltaikanlagen installieren durften“, freute sich Hemme. „Gleichzeitig zeigt dieses Beispiel, dass sich Photovoltaik immer noch rentiert – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel.“

Bereits im Rahmen des Projektes „Energiesparzoo“, das der Zoo gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, den Stadtwerken Osnabrück und der Bingo Umweltstiftung umsetzte, realisierte man ein umfangreiches
Energiesparprogramm: Wärmedämmung, Regeltechnik, Blockheizkraftwerk und sogar eine Hackschnitzelanlage mit eigenem Nahwärmenetz kamen zum Einsatz. „Die Photovoltaik-Anlagen passen nicht nur zu unserem Anliegen als Zoo, die Umwelt und das Klima für Mensch und Tier zu schützen, sondern auch zu unserem schmalen Budget“, bewertet Zoo-Geschäftsführer Busemann die neue Maßnahme im Rahmen des Energiesparkonzepts.

Quelle: PM Zoo Osnabrück