Zoo Osnabrück stellt Internetseite zum Klimaschutz vor

Foto: Zoo Osnabrück

Bärenstarke Klimabotschafter auch im Internet unterwegs – 
Internetseite www.klimatopia-os.de vorgestellt
Die Braun-Eisbärmischlinge Tips und Taps werben nicht nur im Zoo Osnabrück für den Klimaschutz. Passend zur neuen Klima-Ausstellung „Klimatopia“ wurde jetzt die entsprechende Internetseite fertig gestellt, auf der Tips und Taps im Netz zum Energiesparen aufrufen.
„Seit April dieses Jahres erklären unsere Bären Tips und Taps in der Klimaschutz-Ausstellung ‚Klimatopia’, wie sich das Leben in der Arktis durch den Klimawandel verändert, wie sich dies auf die Tierwelt auswirkt und was jeder einzelne von uns für den Klimaschutz tun kann. Nun sind die beiden besonderen Bären auch im Internet unterwegs“, berichtet Zoopräsident Reinhard Sliwka bei der heutigen Vorstellung der Internetseite. Als Hybridbären – ihr Vater war ein Eisbär, ihre Mutter ein Braunbär – sind die beiden karamellfarbenen Geschwister zwei ganz besondere Klimabotschafter. Denn auch in der kanadischen Arktis sind bereits derartige Mischlinge gesichtet worden und Forscher vermuten, dass sich die Vorkommen aufgrund des Klimawandels häufen werden.
Die Idee, mithilfe der Bären die eine Million Zoobesucher im Jahr für den Klimaschutz zu begeistern, überzeugte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Stadtwerke Osnabrück und die Bingo Umweltstiftung die Ausstellung „Klimatopia“ und die dazugehörige Internetseite zu fördern. Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, ist von den zwei Botschaftern begeistert: „Tips und Taps geben dem Klimawandel ein Gesicht. Sie stehen stellvertretend für ihre Artgenossen und andere Tierarten, die vom Klimawandel bereits betroffen sind. Wir freuen uns, dass dank der Internetseite mit den vielfältigen, interaktiven Inhalten ihre Botschaft nun auch außerhalb des Zoos verbreitet wird.“ Das Internet gehöre inzwischen zum Lebensalltag fest dazu, deswegen sei es ein wichtiges Medium in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Auf der Internetseite www.klimatopia-os.de, die von der Internetagentur Infomantis realisiert wurde, finden Zoobesucher viele Elemente der Ausstellung in digitaler Form wieder. So können sie in Ruhe das Interview von Klimaforscher Prof. Mojib Latif noch einmal zuhause anschauen oder mithilfe der CO2-Waage ihren Kohlendioxid-Verbrauch überprüfen. „Zwar richtet sich die Internetseite hauptsächlich an jüngere Klimaschützer, aber auch Erwachsenen macht das Stöbern im Familienfotoalbum von Tips und Taps sicherlich Spaß“, schmunzelt Zoopräsident Sliwka. Damit es nicht nur beim Wissen allein bleibt, hält die Internetseite auch praktische Tipps und Argumente für den Klimaschutz zum Ausdrucken bereit. Kreative Videos, realisiert von Studentin Hanna Rickert im Rahmen ihrer Masterarbeit, erklären die Rolle der Klimabotschafter anschaulich und beinhalten Klimaschutztipps von Kindern für Kinder.

„Klimatopia“-Schulangebot ab Herbst 2013
Darüber hinaus bietet die Internetseite auch grundsätzliche Informationen zum Klimawandel, sodass Schulklassen sie sehr gut zur Vorbereitung auf einen Ausstellungsbesuch nutzen können. Das passende Unterrichtsangebot für Schulklassen entwickelt die Zooschule zurzeit. „Nach den Herbstferien können Lehrerinnen und Lehrer das Angebot buchen. Zunächst richtet es sich vorrangig an die Klassen vier bis sieben, aber auch für andere Klassenstufen ist die Ausstellung natürlich offen“, so Sliwka. Das Schulangebot freut Marco Hörmeyer, Pressesprecher der Stadtwerke Osnabrück, besonders: „Auch wir sehen uns in der Verantwortung, das Umweltbildungsangebot für Schulklassen auszubauen. Deswegen bieten wir Schulklassen bereits Erlebnisunterricht im Nettebad zum Thema Wasser, Führungen zu den Windkraftanlagen oder Einblicke in die Wasseraufbereitung an. ‚Klimatopia’ entwickelt sich mit der Internetseite und den Führungen für Schulen zu einem spannenden Komplettpaket zum Thema Klimawandel.“ Damit können Tips und Taps nicht nur im Zoo, sondern auch in den Klassenräumen als bärenstarke Klimaschützer überzeugen.
Die Internetseite war bereits zur Ausstellungseröffnung online, jedoch nicht mit dem vollständigen Angebot. Dieses wurde in den vergangenen Monaten fertig gestellt.

Quelle: PM Zoo Osnabrück